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"Heilige Martyrin Flora, beschütze uns!"
das Kloster Mariastern in Gwiggen : zur Entwicklung der Klosterarchitektur von Frauenkonventen im 19. und 20. Jahrhundert
Annette Griessenberger
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Historisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Kunstgeschichte
Betreuer*in
Lioba Theis
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.82046
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-31364.85036.918049-2
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Die vorliegende Masterarbeit untersucht die Entwicklung der Klosteranlage Mariastern in Gwiggen (Vorarlberg), die seit ihrer Entstehung im Jahr 1856 einige Bauphasen bis 1987 durchlaufen hat, sodass es von einem profanen kleinen „Schlößchen“ nun eine vollständige Klosteranlage ist. Ausgangspunkt der Untersuchung bildet die besondere Entstehungsgeschichte des Klosters: Nach der Säkularisierung vereinte Mariastern drei Thurgauer Mutterklöster (Kalchrain, Feldbach und Tänikon) und entwickelte sich zu einer funktionierenden, florierenden und bis heute aktiven Klostergemeinschaft. Im Zentrum der Arbeit steht die Frage, welchen Einfluss Äbtissinnen und Ordensschwestern auf die Planung, Gestaltung und Weiterentwicklung von Klosteranlagen ausüben konnten und ob sich im Verlauf des 19. und 20. Jahrhunderts ein Wandel der Handlungsmöglichkeiten im Bereich der Klosterarchitektur erkennen lässt. Zur Beantwortung dieser Fragestellung werden die Baugeschichte von Mariastern sowie ausgewählte Klosteranlagen im deutschsprachigen Raum vergleichend analysiert. Eine besondere Bedeutung kommt dabei der Zisterzienserinnenabtei Marienfeld in Niederösterreich zu, die 1982 als Filialgründung von Mariastern entstand. Die enge geistliche Verbindung sowie die unterschiedliche architektonische Umsetzung machen Marienfeld zu einem aufschlussreichen Vergleichsbeispiel: Während Mariastern durch eine gewachsene, traditionelle Klosterstruktur geprägt ist, die dem „Idealkloster“ gleichkommt, folgt die Klosteranlage von Marienfeld einer modernen kreisrunden Grundform. Die Untersuchung zeigt, dass der unmittelbare Einfluss von Äbtissinnen und Ordensschwestern auf die architektonische Planung nur begrenzt nachweisbar ist. Ihre Handlungsmacht zeigt sich vielmehr in der Bewahrung geistlicher Identität, der Erinnerungskultur und dem strategischen Umgang mit wirtschaftlichen Ressourcen. Besonders deutlich wird dies in der Verehrung der Reliquie der heiligen Martyrin Flora, die sowohl für Mariastern als auch für Marienfeld eine identitätsstiftende Bedeutung besitzt. Die Arbeit zeigt somit, dass die Gestaltungskraft der Frauen nicht primär in der Architektursprache, sondern in der Sicherung religiöser Kontinuität und institutioneller Beständigkeit sichtbar wird.
Abstract
(Englisch)
This master’s thesis examines the development of the Mariastern monastery complex in Gwiggen (Vorarlberg), which has undergone several phases of construction since its foundation in 1856 until 1987, transforming it from a small secular “castle residence” into a fully developed monastic complex. The starting point of the study is the monastery’s unique history of origin: following secularisation, Mariastern united three former mother monasteries from Thurgau (Kalchrain, Feldbach, and Tänikon) and developed into a functioning, flourishing monastic community that remains active to the present day. The central question of this thesis concerns the extent to which abbesses and religious sisters were able to influence the planning, design, and further development of monastic complexes, and whether a transformation of female agency in the field of monastery architecture can be identified during the 19th and 20th centuries. To address this question, the architectural history of Mariastern is examined in comparison with selected monastic complexes in the German-speaking region. Particular importance is given to the Cistercian convent of Marienfeld in Lower Austria, which was founded as a daughter monastery of Mariastern in 1982. Its close spiritual connection and differing architectural realisation make Marienfeld a particularly revealing case study: while Mariastern is characterised by a historically evolved and traditional monastic structure that corresponds to the concept of an “ideal monastery”, the monastery complex of Marienfeld follows a modern circular ground plan. The study demonstrates that the direct influence of abbesses and religious sisters on architectural planning can only be identified to a limited extent. Their agency is manifested rather in the preservation of spiritual identity, the cultivation of memory culture, and the strategic management of economic resources. This becomes particularly evident in the veneration of the relic of Saint Flora, the holy martyr, which holds an identity-forming significance for both Mariastern and Marienfeld. The thesis thus demonstrates that female creative agency is expressed not primarily through architectural language, but through the preservation of religious continuity and institutional stability.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Klosterarchitektur Architekturgeschichte Frauenkloster
Autor*innen
Annette Griessenberger
Haupttitel (Deutsch)
"Heilige Martyrin Flora, beschütze uns!"
Hauptuntertitel (Deutsch)
das Kloster Mariastern in Gwiggen : zur Entwicklung der Klosterarchitektur von Frauenkonventen im 19. und 20. Jahrhundert
Paralleltitel (Englisch)
"Saint Flora the martyr, protect us!"
Paralleluntertitel (Englisch)
Mariastern Abbey in Gwiggen : the development of convent architecture for women's religious communities in the 19th and 20th centuries
Publikationsjahr
2026
Umfangsangabe
108 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Lioba Theis
Klassifikation
20 Kunstwissenschaften > 20.24 Gesellschaft. Kultur
AC Nummer
AC18041338
Utheses ID
82337
Studienkennzahl
UA | 066 | 835 | |
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