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Die Perspektive österreichischer Richter*innen auf das Gerichtsdolmetschen
Leonhard Vedral
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Zentrum für Translationswissenschaft
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Translation Deutsch Englisch
Betreuer*in
Magdalena Bartlomiejczyk
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.82010
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-10834.93604.170571-3
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Die vorliegende Masterarbeit widmet sich der Perspektive österreichischer Richter*innen auf das Gerichtsdolmetschen. Konkret wurde untersucht, wie sich für Richter*innen die Situation im Gerichtssaal durch das Dolmetschen verändert und welche Herausforderungen dadurch entstehen. Auch die Erwartungen von Richter*innen an Gerichtsdolmetscher*innen sowie ihre Zusammenarbeit waren zentral in dieser Arbeit. Um diese Themen zu beleuchten, wurden leitfadengestützte Interviews mit vier Richter*innen durchgeführt. Es zeigte sich, dass Gerichtsverhandlungen mit Dolmetschung in erster Linie als zusätzliche Herausforderung wahrgenommen wurden, während positive Aspekte kaum erwähnt blieben. Die durch die Dolmetschung entstandenen Schwierigkeiten waren jedoch vorwiegend systemimmanent – etwa der größere Zeitaufwand oder der Mangel an Dolmetscher*innen bei manchen Sprachen – während etwaiges Fehlverhalten von Dolmetscher*innen selten erwähnt wurde. Die Erwartungen von Richter*innen an Gerichtsdolmetscher*innen stellten sich als sehr heterogen heraus. Sprachkenntnis und Empathie wurden häufig vorausgesetzt, aber auch akademische Ausbildung, Fachwissen, aktives Mitdenken und Zurückhaltung wurden genannt. Zentral war die Auffassung von Gerichtsdolmetscher*innen als Hilfsorgan des Gerichts, welche nach wie vor von der Mehrheit der interviewten Richter*innen bejaht wurde. Die befragten Richter*innen gaben auch an, eine Vielzahl an Strategien anzuwenden, um eine gelungene Zusammenarbeit mit Gerichtsdolmetscher*innen zu ermöglichen, etwa die Anwendung verschiedener Dolmetschmodi, der Einsatz der Dreieckskonstellation als Sitzanordnung oder Rückfragen an Dolmetscher*innen.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Gerichtsdolmetschen Dolmetschen Qualitative Interviews
Autor*innen
Leonhard Vedral
Haupttitel (Deutsch)
Die Perspektive österreichischer Richter*innen auf das Gerichtsdolmetschen
Paralleltitel (Englisch)
The perspective of Austrian judges on court interpreting
Publikationsjahr
2026
Umfangsangabe
153 Seiten : Illustration
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Magdalena Bartlomiejczyk
Klassifikation
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.45 Übersetzungswissenschaft
AC Nummer
AC18040016
Utheses ID
82357
Studienkennzahl
UA | 070 | 331 | 342 |
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