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Guarding the melting north
Canada's arctic security strategy in an era of climate change and geopolitical tension
Ilana Ashley Abbey Walker
Art der Arbeit
Magisterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Postgraduate Center
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Universitätslehrgang für Internationale Studien (M.A.I.S.-Lehrgang)
Betreuer*in
Markus Kornprobst
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.82063
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-15973.92691.443254-4
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Diese Masterarbeit untersucht, wie Kanada seine arktische Sicherheitsstrategie als Reaktion auf den Klimawandel, den zunehmenden internationalen Wettbewerb und die regionale Militarisierung anpasst und wie indigene Rechte sowie indigene Governance in diesen sich wandelnden Rahmen eingebunden werden. Die Studie geht der Frage nach: Wie passt Kanada seine arktische Sicherheitsstrategie an veränderte ökologische und geopolitische Bedingungen an, und wie werden indigene Governance-Strukturen und Rechte in diesem Prozess dargestellt und berücksichtigt? Die Untersuchung basiert auf einem qualitativen Einzelfallstudiendesign mit Fokus auf Kanada. Sie stützt sich auf eine qualitative Dokumentenanalyse zentraler kanadischer Verteidigungs-, Außenpolitik- und Arktis-Governance-Dokumente, parlamentarischer Materialien sowie ausgewählter indigener Politikdokumente. Die Analyse wird durch einen integrierten theoretischen Rahmen geleitet, der Sicherheitsstrategie, Strukturellen Realismus, die Balance-of-Threat-Theorie sowie die Versicherheitlichungstheorie miteinander verbindet. Dieser Rahmen dient dazu zu untersuchen, wie ökologische und geopolitische Entwicklungen als Sicherheitsfragen interpretiert werden und wie diese Interpretationen strategische Anpassungsprozesse beeinflussen. Die Ergebnisse zeigen, dass sich die kanadische arktische Sicherheitsstrategie von einem vergleichsweise wenig dringlichen, kooperationsorientierten Ansatz hin zu einer aktiveren, sicherheitsorientierten und operativ ausgerichteten Strategie entwickelt hat. Der Klimawandel wird dabei als Bedrohungsverstärker („threat multiplier“) dargestellt, der das arktische Sicherheitsumfeld durch erhöhte Zugänglichkeit, wachsende strategische Bedeutung sowie steigenden Druck auf die Infrastruktur und Governance-Systeme des Nordens verändert. Gleichzeitig wird Russland als unmittelbare militärische Bedrohung konstruiert, während China als langfristiger strategischer und wirtschaftlicher Herausforderer dargestellt wird, was zu zunehmenden Bedenken hinsichtlich Souveränität, Abschreckung und kontinentaler Verteidigung beiträgt. Indigene Governance wird zunehmend durch Partnerschaftsmodelle und gemeinsame Entwicklungsprozesse in die kanadische Arktispolitik integriert, wobei jedoch weiterhin Spannungen zwischen indigener Selbstbestimmung und staatlichen Sicherheitsprioritäten bestehen. Eine zentrale Erkenntnis dieser Arbeit besteht darin, dass Kanadas arktische Sicherheitsstrategie nicht in einem einzelnen, eigenständigen Strategiedokument verankert ist. Vielmehr entsteht sie durch ein verteiltes Netzwerk von Verteidigungs-, Außenpolitik- und Governance-Rahmenwerken, die gemeinsam Kanadas Ansatz zur arktischen Sicherheit prägen. Die Arbeit argumentiert, dass strategische Anpassung durch das Zusammenspiel von strukturellem Wandel und Versicherheitlichung erfolgt, indem ökologische und geopolitische Entwicklungen mit Fragen der Souveränität, Governance und nationalen Sicherheit verknüpft und in koordinierte politische Reaktionen übersetzt werden. Dadurch leistet die Arbeit einen Beitrag zur Forschung über arktische Sicherheit, indem sie die Lücke zwischen Sicherheitsdiskurs und staatlicher Strategie schließt und gleichzeitig Klimawandel, geopolitischen Wettbewerb und indigene Governance in einem gemeinsamen analytischen Rahmen integriert.
Abstract
(Englisch)
This thesis examines how Canada is adapting its Arctic security strategy in response to climate change, increasing international competition, and regional militarization, and how Indigenous rights and governance are incorporated into this evolving framework. The study asks: How is Canada adapting its Arctic security strategy under changing environmental and geopolitical conditions, and how are Indigenous governance and rights framed within this process? The research employs a qualitative single-case study design focused on Canada. It draws on qualitative document analysis of key Canadian defence, foreign policy, and Arctic governance documents, parliamentary materials, and selected Indigenous policy sources. The analysis is guided by an integrated theoretical framework combining security strategy, structural realism, balance of threat theory, and securitization theory. This framework is used to examine how environmental and geopolitical developments are interpreted as security concerns and how these interpretations shape strategic adaptation. The findings demonstrate that Canadian Arctic security strategy has evolved from a relatively low-urgency, cooperation-focused approach toward a more active, security-driven, and operationally focused strategy. Climate change is framed as a threat multiplier that reshapes the Arctic security environment by increasing accessibility, strategic relevance, and pressure on northern infrastructure and governance systems. At the same time, Russia is constructed as an immediate military threat, while China is framed as a longer-term strategic and economic challenger, contributing to growing concerns regarding sovereignty, deterrence, and continental defence. Indigenous governance is increasingly incorporated into Arctic policy through partnership frameworks and co-development processes, although tensions remain between Indigenous self-determination and state security priorities. A central finding of the thesis is that Canadian Arctic security strategy is not contained within a single dedicated strategy document. Rather, it emerges through a distributed network of defence, foreign policy, and Arctic governance frameworks that collectively define Canada’s approach to Arctic security. The study argues that strategic adaptation occurs through the interaction of structural change and securitization, as environmental and geopolitical developments are linked to concerns about sovereignty, governance, and national security and translated into coordinated policy responses. In doing so, the thesis contributes to Arctic security scholarship by bridging the gap between security discourse and state strategy while integrating climate change, geopolitical competition, and Indigenous governance within a single analytical framework.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Arktische Sicherheit Sicherheitsstrategie Kanada Klimawandel Versicherheitlichung Indigene Governance Arktische Souveränität Geopolitischer Wettbewerb
Schlagwörter
(Englisch)
Arctic Security Security Strategy Canada Climate Change Securitization Indigenous Governance Arctic Sovereignty Geopolitical Competition
Autor*innen
Ilana Ashley Abbey Walker
Haupttitel (Englisch)
Guarding the melting north
Hauptuntertitel (Englisch)
Canada's arctic security strategy in an era of climate change and geopolitical tension
Publikationsjahr
2026
Umfangsangabe
98 Seiten : Illustrationen
Sprache
Englisch
Beurteiler*in
Markus Kornprobst
Klassifikationen
86 Recht > 86.85 Menschenrechte ,
89 Politologie > 89.84 Strategie. Taktik
AC Nummer
AC18045934
Utheses ID
82449
Studienkennzahl
UA | 992 | 940 | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1