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Performing femininity
(un-)Sichtbare Arbeit und argumentative Strategien moralischer Hierarchisierung im Tradwife-Diskurs
Amelie Ploner
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Angewandte Linguistik
Betreuer*in
Martin Reisigl
DOI
10.25365/thesis.82030
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-16027.94538.282533-5
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Die gesellschaftliche Bedeutung von Arbeit und Weiblichkeit wird zunehmend in digitalen Kommunikationsräumen ausgehandelt. Insbesondere die sogenannte Tradwife-Bewegung etabliert diskursive Deutungsangebote, in denen geschlechtsspezifische Arbeitsverhältnisse, familiäre Rollenbilder und Vorstellungen eines „angemessenen“ weiblichen Lebensentwurfs normativ verknüpft werden. Diese Masterarbeit untersucht, wie in Tradwife-Diskursbeiträgen Weiblichkeit performativ hergestellt wird, welche Formen von Arbeit (un-)sichtbar gemacht werden und durch welche argumentativen und multimodalen Strategien moralische Hierarchien zwischen unterschiedlichen weiblichen Lebensentwürfen erzeugt werden. Nach einer Einbettung der Untersuchung in die Forschung zu Haus- und Care-Arbeit, weiblicher Erwerbsarbeit sowie zur Tradwife-Bewegung (Kapitel 2) werden in Kapitel 3 zum einen die theoretischen Grundlagen aus der Politolinguistik, Genderlinguistik, Religionslinguistik und Medienlinguistik vorgestellt und wird zum anderen der Toposbegriff als analytisches Instrument eingeführt. Kapitel 4 erläutert das Forschungsdesign, das eine quantitative Toposanalyse mit einer qualitativen multimodalen Diskursanalyse verbindet, und beschreibt den Aufbau des Untersuchungskorpus. Kapitel 5 widmet sich den multimodalen Konstruktionen von Arbeit und Weiblichkeit, insbesondere der Naturalisierung von Haus- und Care-Arbeit, der diskursiven Abwertung weiblicher Erwerbsarbeit, der Ästhetisierung häuslicher Tätigkeiten sowie der Ausblendung von Belastungen und ökonomischen Abhängigkeiten. In Kapitel 6 werden die dominanten Topoi des Korpus identifiziert und hinsichtlich ihrer argumentativen Struktur analysiert. Kapitel 7 führt die Ergebnisse zusammen und diskutiert Tradwife-Diskursbeiträge als Praktiken der moralischen Hierarchisierung weiblicher Lebensentwürfe. Abschließend werden in Kapitel 8 die zentralen Erkenntnisse zusammengefasst und im Hinblick auf ihren Beitrag zur Erforschung digitaler Geschlechterdiskurse reflektiert.
Abstract
(Englisch)
The social significance of work and femininity is increasingly negotiated within digital communicative spaces. The so-called Tradwife movement, in particular, promotes discursive frameworks in which gendered divisions of labour, familial role models, and normative conceptions of a “appropriate” female lifestyle are closely intertwined. This master thesis examines how femininity is performatively constructed within Tradwife discourse-contributions, which forms of labour are rendered (in-)visible, and which argumentative and multimodal strategies contribute to the production of moral hierarchies between different female life trajectories. Following a review of scholarship on domestic and care work, women’s paid employment, and the Tradwife movement (Chapter 2), Chapter 3 outlines the theoretical framework. It draws on politolinguistics, gender linguistics, linguistics of religion, and media linguistics, and delineates the concept of topos as a central analytical tool. Chapter 4 presents the research design, which combines quantitative topos analysis with qualitative multimodal discourse analysis, and describes the construction of the corpus. Chapter 6 explores multimodal constructions of work and femininity, focusing on the naturalisation of domestic and care work, the discursive devaluation of women’s paid employment, the aestheticisation of domesticity, and the obscuring of burdens and economic dependencies. Chapter 5 identifies the dominant topoi within the corpus and analyses their argumentative functions. Chapter 7 synthesises these findings and discusses Tradwife discourse as a practice of morally hierarchising female life choices. Finally, Chapter 8 summarises the main findings and reflects on the study’s contribution to the analysis of digital gender discourses.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Tradwife Feministische Arbeitskritik CDA DHA Haus- und Care-Arbeit
Autor*innen
Amelie Ploner
Haupttitel (Deutsch)
Performing femininity
Hauptuntertitel (Deutsch)
(un-)Sichtbare Arbeit und argumentative Strategien moralischer Hierarchisierung im Tradwife-Diskurs
Paralleltitel (Englisch)
Performing femininity
Paralleluntertitel (Englisch)
(in)visible labor and argumentative strategies of moral hierarchization in the tradwife discourse
Publikationsjahr
2026
Umfangsangabe
149 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Martin Reisigl
Klassifikation
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.40 Angewandte Sprachwissenschaft. Allgemeines
AC Nummer
AC18041023
Utheses ID
82457
Studienkennzahl
UA | 066 | 899 | |
