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Retrospektive Analyse zur Implementierung des standardisierten Grazer Mangelernährungsscreenings (GMS) an der onkologischen Ambulanz am LKH Universitätsklinikum Graz
Julia Haberl
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Lebenswissenschaften
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Ernährungswissenschaften
Betreuer*in
Petra Rust
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.81981
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-16783.92864.645740-4
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Mangelernährung stellt eine große Herausforderung in der Onkologie dar, welche mit einer erhöhten Morbidität und Mortalität, sowie einer Zunahme klinischer Komplikationen einhergehen kann. Zahlreiche nationale und internationale Leitlinien fordern ein standardisiertes Mangelernährungsscreening im onkologischen Setting zur frühzeitigen Einleitung von ernährungstherapeutischen Maßnahmen. Insbesondere fehlen in der ambulanten Betreuung onkologischer Patient*innen bislang strukturierte Verfahren. Der Fokus dieser Arbeit liegt in der Implementierung des standardisierten Grazer Mangelernährungsscreenings in der onkologischen Ambulanz am LKH Universitätsklinikum Graz. Im Rahmen einer retrospektiven Analyse in einem Beobachtungszeitraum von drei Monaten erfolgte die Ermittlung der Prävalenz für das Risiko einer Mangelernährung, sowie die Ableitung von ernährungstherapeutischen Herausforderungen innerhalb ausgewählter onkologischer Erkrankungsbilder. Die statistische Auswertung erfolgte mittels deskriptiver Analysen und Regressionsanalysen. Anhand der statistischen Auswertungen konnte eine Prävalenz von 33,7% für das Risiko einer Mangelernährung in der Studienpopulation ermittelt werden. Personen mit malignen Erkrankungen der Brustdrüse weisen ein signifikant geringeres Risiko für Mangelernährung auf im Vergleich mit der Gruppe abdomineller und gastrointestinaler Tumorerkrankungen. Die höchste Prävalenz für ein Mangelernährungsrisiko wurde bei Patient*innen mit Pankreas-, Magen- und Ösophaguskarzinomen beobachtet. Diese Ergebnisse unterstreichen die Notwendigkeit für die Durchführung eines standardisierten Mangelernährungsscreenings in der Betreuung von ambulanten onkologischen Patient*innen. Die Anwendung des standardisierten Grazer Mangelernährungsscreenings stellt einen wesentlichen Schritt in der Optimierung der Versorgungsqualität dar und bildet eine fundierte Grundlage für die Weiterentwicklung ernährungstherapeutischer Interventionen in interdisziplinären Teams.
Abstract
(Englisch)
Malnutrition is a major challenge in oncology that can be associated with increased morbidity, mortality and a rise in clinical complications. Numerous national and international guidelines recommend standardized malnutrition screening in oncological patients to enable the early initiation of nutritional therapy. To date, structured methods have been lacking in the outpatient care of oncology. The focus of this study is on the implementation of the standardized “Graz Malnutrition Screening” in the oncology outpatient clinic at the LKH university hospital Graz. As part of a retrospective analysis covering a three-month observation period, the prevalence of the risk of malnutrition was determined, and nutritional challenges associated with various oncological conditions were identified. Statistical analysis was performed using descriptive and regression analyses. Based on the statistical evaluations, a prevalence of 33,7% for the risk of malnutrition was determined in the study population. Individuals with breast cancer exhibit a significantly lower risk of malnutrition compared to the group with abdominal and gastrointestinal tumors. The highest prevalence of malnutrition risk was observed in patients with pancreatic, gastric and esophageal cancer. These findings highlight the need for standardized malnutrition screening in the care of oncological patients in outpatient settings. The use of the “Graz Malnutrition Screening” represents a significant step toward optimizing the quality of care and provides a solid foundation for the further development of nutritional therapy interventions within interdisciplinary teams.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Mangelernährung Mangelernährungsscreening Grazer Mangelernährungsscreening Onkologie Ernährungstherapie
Schlagwörter
(Englisch)
malnutrition malnutrition screening tool oncology nutritional therapy
Autor*innen
Julia Haberl
Haupttitel (Deutsch)
Retrospektive Analyse zur Implementierung des standardisierten Grazer Mangelernährungsscreenings (GMS) an der onkologischen Ambulanz am LKH Universitätsklinikum Graz
Paralleltitel (Englisch)
Retrospective analysis of the implementation of the standardized Graz Malnutrition screening (GMS) at the oncology outpatient clinic at the LKH university hospital Graz
Publikationsjahr
2026
Umfangsangabe
92 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Petra Rust
Klassifikation
44 Medizin > 44.21 Ernährung
AC Nummer
AC18038136
Utheses ID
82484
Studienkennzahl
UA | 066 | 838 | |
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