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Zwischen Wettbewerbsschutz und Innovationsförderung
eine rechtsdogmatische und wettbewerbsökonomische Analyse der Reichweite des Art. 22 FKVO am Beispiel des Falles Illumina/Grail
Viktor Róbert Somogyi
Art der Arbeit
Master-Thesis (ULG)
Universität
Universität Wien
Fakultät
Postgraduate Center
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
außerordentliches Masterstudium Europäisches und Internationales Wirtschaftsrecht [Vollzeit Deutsch]
Betreuer*in
Hanno Wollmann
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.82108
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-18827.02792.576963-3
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Die vorliegende wissenschaftliche Arbeit von Viktor R. Somogyi, LL.B. (Mannheim) mit dem Titel “Zwischen Wettbewerbsschutz und Innovationsförderung - Eine rechtsdogmatische und wettbewerbsökonomische Analyse der Reichweite des Art. 22 FKVO am Beispiel des Falles Illumina/Grail” untersucht das Spannungsfeld zwischen der Fusionskontrolle und In-novationsanreizen. Ziel ist es zu klären, ob die historische, weite Auslegung des Art. 22 Fusionskontrollverordnung durch die Europäische Kommission im Fall Illumina/Grail ökonomisch und dogmatisch gerechtfertigt war. Die Untersuchung erfolgt interdisziplinär mittels einer kritischen Rechtsdogmatik des inter-nationalen Wettbewerbs- und Fusionskontrollrechts sowie einer wettbewerbsökonomischen Analyse. Als primärer Untersuchungsgegenstand dient die Rechtsprechung des EuGH im Illumina/Grail, anhand derer die von der Kommission herangezogenen Schadenstheorien und die prozessuale Anwendung des Verweisungsmechanismus dekonstruiert werden. Die Analyse zeigt, dass die von der Kommission primär angeführte Schadenstheorie der vertikalen Inputabschottung bei hypothetischen Zukunftsmärkten dogmatisch schwach begründet ist. Vielmehr erfasst das Konzept der „Killer Acquisition“ den ökonomischen Kern des Falles weitaus präziser, da es den potenziellen Aufkauf eines künftigen Wettbewerbers zur Innovationsunterdrückung adressiert. Zudem wird nachgewiesen, dass die durch die unvorhersehbare Anwendung des Art. 22 FKVO geschaffene Rechtsunsicherheit als realer ökonomischer Kostenfaktor wirkt. Sie belastet Finanztransaktionen insbesondere im Technologiesektor spürbar und kann Investitionen in Innovationen ex ante hemmen. Für die rechts- und wirtschaftswissenschaftliche Forschung leistet die Arbeit einen wichtigen Beitrag zur Debatte um die zeitliche und sachliche Reichweite der europäischen Fusionskontrolle. Sie verdeutlicht die Notwendigkeit, bei der Regulierung von dynamischen Innovationsmärkten eine Balance zwischen effektivem Wettbewerbsschutz und der Bewahrung von Transaktionssicherheit zu wahren. Die Ergebnisse bieten zudem einen theoretischen Rahmen für die Beurteilung künftiger Aufgreifmechanismen außerhalb starrer Umsatzschwellen. Darüber hinaus leistet die vorliegende Arbeit einen Beitrag zur komparativen Analyse des europäischen Wirtschaftsstandortes im Vergleich zu führenden Innovationsökosystemen wie den Vereinigten Staaten, Singapur oder Hongkong.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
FKVO Fusionskontrolle Wettbewerbsrecht Illumina-Grail Innovationsschutz
Autor*innen
Viktor Róbert Somogyi
Haupttitel (Deutsch)
Zwischen Wettbewerbsschutz und Innovationsförderung
Hauptuntertitel (Deutsch)
eine rechtsdogmatische und wettbewerbsökonomische Analyse der Reichweite des Art. 22 FKVO am Beispiel des Falles Illumina/Grail
Paralleltitel (Englisch)
Balancing competition enforcement and innovation incentives
Paralleluntertitel (Englisch)
a doctrinal and competition-economic analysis of article 22 EUMR in the Illumina/Grail case
Publikationsjahr
2026
Umfangsangabe
109 Seiten
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Hanno Wollmann
Klassifikationen
85 Betriebswirtschaft > 85.99 Betriebswirtschaft. Sonstiges ,
86 Recht > 86.29 Wettbewerbsrecht. Kartellrecht
AC Nummer
AC18051240
Utheses ID
82537
Studienkennzahl
UA | 999 | 082 | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1