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Der Diskurs um ableistische Sprache aus der Sicht von Menschen mit Behinderungen
eine qualitative soziolinguistische Untersuchung
Johanna Ringhofer
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Lehramt Sek (AB) Unterrichtsfach Deutsch Unterrichtsfach Geographie und wirtschaftliche Bildung
Betreuer*in
Manfred Michael Glauninger
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.82160
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-19681.92893.887420-1
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Die vorliegende Masterarbeit problematisiert die Wirkmacht des Sprachgebrauchs im Zusammenhang mit der Diskriminierung von Menschen mit Behinderungen. Den Untersuchungsgegenstand bilden dabei ausgewählte Aspekte des Diskurses um ableistische Sprache aus der 'emischen Perspektive', d. h. der subjektiven Sicht von Menschen mit körperlichen Behinderungen. Die theoretische Verortung der Arbeit erfolgt in der kritischen Soziolinguistik und insbesondere im Paradigma der Spracherlebens-Forschung nach Brigitta Busch. Der Untersuchung liegen folgende Forschungsfragen zugrunde: 1) Wie beurteilen die Gewährspersonen den Diskurs um ableistische Sprache? 2) Welche Bedeutung haben für sie Initiativen/Maßnahmen für einen nicht ableistischen Sprachgebrauch? 3) Wie „erleben“ (im Sinne des Spracherlebens) die Gewährspersonen ableistische Sprache (bzw. deren Gebrauch)? 4) Gibt es einschlägige Spracherlebens-Momente, die mit biografischen Schlüsselerlebnissen korrelieren? Methodisch wurde der Arbeit ein qualitatives Design zugrunde gelegt und dementsprechend keine statistische Repräsentativität der Ergebnisse angestrebt. Folgende Methoden fanden Anwendung: a) eine hermeneutische Auswertung von Fachliteratur; b) eine inhaltlich strukturierende qualitative Inhaltsanalyse (nach Kuckartz / Rädiker) von semistrukturierten (,episodischen‘) Interviews (nach Misoch) mit vier Gewährspersonen. Die Auswertung der Interviews erfolgte als Text, nicht als Interaktion. Die Ergebnisse zeigen, dass das Spracherleben der körperlich behinderten Gewährspersonen sehr heterogen ist. Die mit ableistischem Sprachgebrauch in Verbindung stehenden Emotionen reichen von Wut, Trauer und Schmerz bis hin zu Gleichgültigkeit und Amüsement. Sprachliche Sensibilisierung respektive die Thematisierung ableistischer Sprache im Kontext von Behinderung wird von allen Interviewparter:innen als relevant eingeschätzt, „Sprachverbote“ werden jedoch abgelehnt. Bevorzugte Bezeichnungen für die eigene Person sind ‚Mensch mit Behinderung‘ oder ‚behinderter Mensch‘ und die Befragten sehen diesbezüglich keine Notwendigkeit für neue Begrifflichkeiten. Alle vier Gewährspersonen erzählten von sehr negativ besetzten Erlebnissen im Zusammenhang mit ableistischer Sprache, zugleich wurde diesen Vorfällen aber keine prägende Bedeutung beigemessen. Der Diskurs um ableistische Sprache ist für die Befragten zwar relevant, doch für bedeutender erachten sie über den Sprachgebrauch hinausgehende gesamtgesellschaftliche Veränderungen im Sinne der Ermöglichung von Teilhabe durch die Schaffung von Barrierefreiheit.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Diskurs um ableistische Sprache Spracherleben emische Perspektive Diskriminierung von Menschen mit Behinderungen kritische Soziolinguistik Spracherleben körperlich behinderter Personen
Autor*innen
Johanna Ringhofer
Haupttitel (Deutsch)
Der Diskurs um ableistische Sprache aus der Sicht von Menschen mit Behinderungen
Hauptuntertitel (Deutsch)
eine qualitative soziolinguistische Untersuchung
Paralleltitel (Englisch)
The discourse on ableist language from the perspective of people with disabilities
Paralleluntertitel (Englisch)
a qualitative sociolinguistic study
Publikationsjahr
2026
Umfangsangabe
143 Seiten
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Manfred Michael Glauninger
Klassifikationen
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.10 Sprache in Beziehung zu anderen Bereichen der Wissenschaft und Kultur ,
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.69 Sprachwissenschaft. Sonstiges
AC Nummer
AC18053865
Utheses ID
82572
Studienkennzahl
UA | 199 | 506 | 510 | 02
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1