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Die Beziehungen zwischen der katholischen Kirche von Südkorea und Österreich mit Blickpunkt auf die Entwicklung der Diözese Masan durch deren Partnerschaft mit der Diözese Graz-Seckau in Österreich
Seraphina Park
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Koreanologie
Betreuer*in
Rainer Dormels
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.82130
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-22786.97078.958129-0
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Ziel dieser Studie war es, den historischen Verlauf und die pastoralen Erfolge der Partnerschaft zwischen der Diözese Masan, die in der zweiten Hälfte der 1960er Jahre unter extremen finanziellen Schwierigkeiten litt, und der Diözese Graz-Seckau zu untersuchen. Zu diesem Zweck wurden offizielle historische Quellen aus jener Zeit sowie mündliche Berichte von Schlüsselpersonen gesammelt und mittels der Triangulationsmethode einer Kreuzanalyse unterzogen. Die wichtigsten Schlussfolgerungen der Studie lauten wie folgt: Erstens: Im Zuge des wirtschaftlichen Wachstums und der Demokratisierung Koreas entwickelte sich die Partnerschaft mit der Diözese Masan flexibel weiter. Lag der Fokus anfangs auf finanzieller Unterstützung sowie dem Aufbau pastoraler Infrastruktur, verlagerten sich die Aktivitäten später hin zu professioneller Sozialarbeit. Durch gemeinsamen Austausch und gegenseitiges Lernen entstand eine komplementäre Win-Win-Beziehung. Diese gleichberechtigte Partnerschaft beschränkt sich heute nicht mehr auf das interne Wachstum, sondern strebt zunehmend eine solidarische Unterstützung für eine andere Diözese des Globalen Südens an. Damit zeigt das Modell zukunftsweisende Entwicklungsrichtungen für moderne kirchliche Hilfssysteme auf. Zweitens: Maßgeblich für die Entwicklung auf Augenhöhe war das Wirken von Maria Heissenberger und Josef Platzer vor Ort. Trotz politischer Repressionen engagierte sich Platzer in der Arbeiterpastoral und unterstützte Gewerkschaften. Heissenberger organisierte die Finanzierung zahlreicher Kirchenbauten, blieb jedoch bescheiden im Hintergrund. Ihr vorbildlicher Lebensstil bildete das geistige Fundament, um das klassische Geber-Empfänger-Schema zu überwinden. Drittens: Der Austausch zwischen den Diözesen beider Länder hat nicht nur zur erfolgreichen Etablierung des „GAMMA-Modells“ – eines westlich geprägten gemeinnützigen Managementmodells – in Korea geführt, sondern auch globale Früchte getragen, indem GAMMA-Zentren in Kathmandu und Lumbini in Nepal gegründet wurden. Dies bedeutet, dass die Diözese, die früher Hilfe erhielt, zu einem unabhängigen Hauptakteur der Entwicklungshilfe für den Globalen Süden herangewachsen ist. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Weg der beiden Diözesen einen Meilenstein für das Subsidiaritätsprinzip darstellt, an dem sich die moderne Kirche orientieren sollte, sowie für eine höchst eigenständige und ideale Partnerschaft im Rahmen der weltweiten kirchlichen Solidarität.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Diözese Masan Diözese Graz-Seckau Diözesanpartnerschaft Arbeiterpriester Josef Platzer Maria Heissenberger Katholische Kirche in Südkorea Katholische Kirche in Steiermark GAMMA-Modell
Autor*innen
Seraphina Park
Haupttitel (Deutsch)
Die Beziehungen zwischen der katholischen Kirche von Südkorea und Österreich mit Blickpunkt auf die Entwicklung der Diözese Masan durch deren Partnerschaft mit der Diözese Graz-Seckau in Österreich
Paralleltitel (Englisch)
The relationships between the Catholic Church of South Korea and Austria with a focus on the development of the diocese of Masan through its partnership with the diocese of Graz-Seckau in Austria
Publikationsjahr
2026
Umfangsangabe
225 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Rainer Dormels
Klassifikation
10 Geisteswissenschaften allgemein > 10.99 Geisteswissenschaften allgemein. Sonstiges
AC Nummer
AC18052622
Utheses ID
82629
Studienkennzahl
UA | 066 | 871 | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1