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Jugoslawien im Familiengedächtnis
Narrative über Jugoslawien und die Jugoslawienkriege in Wiener Familien mit Wurzeln in Bosnien, Kroatien und Serbien
Matea Lujic
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Historisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Lehramt Sek (AB) Unterrichtsfach Deutsch Unterrichtsfach Geschichte und Politische Bildung
Betreuer*in
Johannes Brzobohaty
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.82087
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-25441.92966.349990-0
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Der Zerfall Jugoslawiens und die Jugoslawienkriege spielen bis heute noch eine wichtige Rolle für die Betroffenen und ihre Nachkommen. Nicht nur der Balkan wird von der Zeitspanne, die ab 1945 eine gemeinsame Vergangenheit in Jugoslawien unter Josip Broz Tito bis hin zu den Jugoslawienkriegen in den 1990er Jahren viele Umbrüche umfasst, stark beeinflusst, sondern auch die österreichische Gesellschaft aufgrund der Diaspora. Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit Familiennarrativen über Jugoslawien und die Jugoslawienkriege, die in Wiener Familien mit Wurzeln in Bosnien, Kroatien und Serbien vorhanden sind. Im Zentrum steht dabei die Frage, ob und wie über das Thema innerhalb dieser Familien gesprochen wird. Dazu wurden für den empirischen Teil der Arbeit leitfadengestützte Interviews durchgeführt und nach der qualitativen Inhaltsanalyse nach Kuckartz/Rädiker ausgewertet. Im Rahmen dieser Studie wurden sechs Personen im Alter zwischen 18 und 20 Jahren befragt, die zum Zeitpunkt der Interviews noch in Wien die Schule besuchten und Wurzeln aus einem der drei Herkunftsländer Bosnien, Kroatien oder Serbien haben. Ziel ist es, herauszufinden, welches Wissen die Befragten haben, woher dieses Wissen stammt und welchen Einfluss die Familiennarrative auf die Betroffenen haben. Neben der kommunikativen und emotionalen Ebene werden besonders der Faktor Nationalismus und das Konzept der „Jugonostalgie” untersucht. In den erforschten Familiennarrativen lässt sich feststellen, dass diese beiden Aspekte in den Erzählungen sehr wohl koexistieren können und sich nicht automatisch ausschließen, wie es in der Politik der Nachfolgestaaten der Fall ist. Darüber hinaus wurden die Personen über ihre schulischen Erfahrungen befragt und die Antworten bilden die Basis der erstellten Handreichung für (angehende) Lehrpersonen des Unterrichtsfachs Geschichte und Politische Bildung. Diese liefert den Lehrkräften wichtige Informationen zum Thema und zwei verschiedene Zugänge, um Jugoslawien und die Jugoslawienkriege im Unterricht ausreichend zu behandeln und eine tiefergehende Auseinandersetzung zu ermöglichen.
Abstract
(Englisch)
The breakup of Yugoslavia and the Yugoslav Wars continue to play an important role in the lives of those affected and their descendants to this day. Not only in the Balkans does the period spanning from 1945 – a time of shared history in Yugoslavia under Josip Broz Tito through to the Yugoslav Wars of the 1990s – encompass many upheavals, but also Austrian society is strongly influenced by the diaspora. This thesis examines family narratives about Yugoslavia and the Yugoslav Wars found in Viennese families with roots in Bosnia, Croatia, and Serbia. The central question is whether and how this topic is discussed within these families. For the empirical part of the study, guided interviews were conducted and analyzed using qualitative content analysis according to Kuckartz/Rädiker. As part of this study, six individuals with roots from Bosnia, Croatia or Serbia between the ages of 18 and 20 were interviewed; at the time of the interviews, they were still attending school in Vienna. The aim was to determine what knowledge the respondents possess, where this knowledge comes from, and what influence the family narratives have on those involved. In addition to the communicative and emotional levels, the factor of nationalism and the concept of “Yugonostalgia” in particular were analyzed. The examined family narratives reveal that these two aspects can indeed coexist within the stories and do not automatically exclude one an-other, as is the case in the politics of the successor states. Furthermore, the participants were asked about their school experiences, and their responses form the basis of the guide developed for (prospective) teachers of history and political education. This handbook provides educators with important information on the topic and two different approaches for ade-quately covering Yugoslavia and the Yugoslav Wars in the classroom, giving them the tools for a more in-depth exploration of the subject.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Jugoslawien Jugoslawienkriege Familiennarrative Jugonostalgie Familiengedächtnis Sekundarstufe II
Autor*innen
Matea Lujic
Haupttitel (Deutsch)
Jugoslawien im Familiengedächtnis
Hauptuntertitel (Deutsch)
Narrative über Jugoslawien und die Jugoslawienkriege in Wiener Familien mit Wurzeln in Bosnien, Kroatien und Serbien
Paralleltitel (Englisch)
Yugoslavia in family memory
Paralleluntertitel (Englisch)
narratives about Yugoslavia and the Yugoslav wars in Viennese families with roots in Bosnia, Croatia, and Serbia
Publikationsjahr
2026
Umfangsangabe
226 Seiten
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Johannes Brzobohaty
Klassifikation
15 Geschichte > 15.70 Balkanstaaten
AC Nummer
AC18050265
Utheses ID
82743
Studienkennzahl
UA | 199 | 506 | 511 | 02
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1