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Maßnahmen in Lehrlings-Betrieben in Form von Gesundheitsförderprogrammen und ihre Auswirkung auf die Krankenstände
Ralph Iwaszkiewicz
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Wirtschaftswissenschaften
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Betriebswirtschaft
Betreuer*in
Michaela Schaffhauser-Linzatti
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.82152
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-28933.97585.158041-5
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Die Arbeit untersucht die Bedeutung Betrieblicher Gesundheitsförderung für Lehrlinge und junge Beschäftigte. Ausgangspunkt ist die Beobachtung, dass diese Zielgruppe während des Übergangs in das Berufsleben zugleich mit körperlichen, psychischen und organisatorischen Anforderungen konfrontiert ist. Untersucht wird, welche Beziehungen zwischen vorhandenen Gesundheitsangeboten, ihrer tatsächlichen Nutzung, wahrgenommener Gesundheit, Arbeitszufriedenheit und selbst berichteten Fehlzeiten bestehen. Der theoretische Teil erläutert Grund-lagen der Betrieblichen Gesundheitsförderung, gesundheitliche Bedingungen in der beruflichen Ausbildung, geeignete Maßnahmen, Wirksamkeit und Evaluation. Darauf aufbauend wurde eine quantitative Querschnittsuntersuchung mit zwei standardisierten Fragebögen durchgeführt. Die erste Stichprobe umfasst 110 Lehrlinge und junge Beschäftigte. Ergänzend wurden 15 betrieblich Verantwortliche zu Angeboten, Ressourcen, Evaluation und Herausforderungen befragt. Die Daten wurden deskriptiv ausgewertet und die fünf Hypothesen mit Spearman-Rangkorrelationen geprüft. Die Ergebnisse zeigen, dass vorhandene Angebote nicht automatisch genutzt werden. Eine häufigere Teilnahme steht in einem starken positiven Zusammenhang mit wahrgenommenen körperlichen und psychischen Wirkungen. Positivere Wirkungseinschätzungen gehen zugleich mit weniger Krankmeldungen und Krankenstandstagen einher. Eine höhere Arbeitsbelastung ist dagegen mit beiden Fehlzeitenmaßen verbunden. Für die tatsächliche Teilnahme sind vor allem die Passung der Angebote, verfügbare Zeit, Information und Unterstützung durch Vorgesetzte bedeutsam. Die persönliche Stressbewältigung zeigt nur einen schwachen Zusammenhang mit dem allgemeinen Gesundheitszustand. Aufgrund des Querschnittsdesigns lassen sich keine kausalen Wirkungen nachweisen. Für Ausbildungsbetriebe folgt daraus, Gesundheitsförderung bedarfsgerecht, während der Arbeitszeit erreichbar und gemeinsam mit gesundheitsförderlichen Arbeitsbedingungen zu gestalten. Dabei sollten individuelle Angebote nicht als Ersatz für eine angemessene Arbeitsorganisation verstanden werden. Regelmäßige Evaluation und Beteiligung der Lehrlinge sind zentrale Voraussetzungen für eine nachhaltige Umsetzung.
Abstract
(Englisch)
This thesis examines workplace health promotion for apprentices and young employees. This target group faces physical, psychological and organisational demands while entering working life. The study investigates relationships between available health promotion measures, their actual use, perceived health, job satisfaction and self-reported sickness absence. The theoretical part explains the foundations of workplace health promotion, health conditions in vocational training, suitable interventions, effectiveness and evaluation. Based on this framework, a quantitative cross-sectional study was conducted using two standardised questionnaires. The first sample comprised 110 apprentices and young employees. In addition, 15 persons responsible for training, human resources or health promotion provided information about measures, resources, evaluation practices and implementation challenges. The data were analysed descriptively, and five hypotheses were tested using Spearman rank correlations. The results show that the availability of a measure does not automatically lead to its use. More frequent participation is strongly and positively associated with perceived physical and psychological benefits. More positive assessments of these benefits are also associated with fewer sickness notifications and fewer days of sickness absence. Higher workload is related to both absence measures. Actual participation is particularly associated with the suitability of the measures, available time, sufficient information and support from supervisors. Individual stress management shows only a weak relationship with general self-rated health. The cross-sectional design does not allow causal conclusions. Training companies should therefore design health promotion according to identified needs, provide access during working hours and combine individual measures with healthy working conditions. Regular evaluation and the active involvement of apprentices are essential for sustainable implementation.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Gesundheitsförderprogramme Lehrlinge Krankenstände Betriebliche Gesundheit
Autor*innen
Ralph Iwaszkiewicz
Haupttitel (Deutsch)
Maßnahmen in Lehrlings-Betrieben in Form von Gesundheitsförderprogrammen und ihre Auswirkung auf die Krankenstände
Paralleltitel (Englisch)
Measures implemented in companies with apprentices in the form of health promotion programs and their impact on sick leave rates
Publikationsjahr
2026
Umfangsangabe
IX, 118 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Michaela Schaffhauser-Linzatti
Klassifikation
85 Betriebswirtschaft > 85.62 Personalwesen
AC Nummer
AC18053747
Utheses ID
82837
Studienkennzahl
UA | 066 | 915 | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1