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Die Messung eines objektivierten ästhetischen Urteils über ein Produkt
ein neurobiologischer Ansatz
Juliane Döhring
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Psychologie
Betreuer*in
Peter Walla
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.9248
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29626.84606.314953-0
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Das Ziel dieser Arbeit war es, eine neue Methode zu erproben, die über ein objektives ästhetisches Urteil der Probanden Auskunft geben sollte. Da die Studie explorativ angelegt war, wurden sehr viele unterschiedliche Daten erhoben, die nicht nur das Funktionieren der Methode untermauern, sondern auch Zusammenhänge aufklären und Impulse für zukünftige Studien liefern sollten. Die Fülle an Daten und der explorative Charakter machten es erforderlich, teilweise zwischen den Zeilen zu lesen und häufig nur vorsichtige, vorläufige Schlüsse zu ziehen. Die Basishypothese konnte zwar nicht bestätigt werden, jedoch war ein deutlicher Trend bei dem optisch unterschiedlichsten Paar erkennbar. Dieses Paar war das einzige, bei dem der gefloppte Paarling in der subjektiven Bewertung tatsächlich negativ (also schlechter als „neutral“) abschnitt. Dies ist ein Indiz dafür, dass die Methode möglicherweise im oberen Bereich (bei der Differenzierung zwischen „gut“ und „weniger gut“) schlechter differenziert, oder nicht sensitiv genug ist. Auch die Darbietung des Stimulusmaterials könnte einen wesentlichen Einfluss auf die Anwendbarkeit der Methode haben; hier geht die Überlegung in die Richtung, dass je mehr Informationen über das Objekt geliefert werden (hier: visuell bzw. visuell und haptisch) ein „gefestigteres ästhetisches“ Urteil entsteht, was zu einem geringeren Messfehler führt. Natürlich spielt auch die Zusammensetzung der Stichprobe (bzw. die Eigenschaften der einzelnen Person) eine Rolle. Die Datenlage lässt vermuten, dass Alter, Bildung und Geschlecht wenn überhaupt, eine untergeordnete Rolle spielen (was auch intuitiv sehr gut nachvollziehbar ist). Es ist eine bestimmte persönlichkeitsbezogene Variable, die verdächtigt wird, über das Gelingen der Methode zu entscheiden: das Kontinuum „Funktionalist“ vs. „Ästhet“. Offenbar funktioniert die Methode nur bei Personen, die einen gewissen Wert auf Formschönheit und Ästhetik (ob global oder spezifisch auf das fragliche Objekt bezogen, müssen zukünftige Studien klären) legen, während umgekehrt bei den Funktionalisten (welche die Wichtigkeit des Preises höher einschätzen) die Differenzen verschwindend gering waren (die Methode nicht funktionierte). Dieses Teilergebnis (vorausgesetzt, dass es repliziert werden kann), könnte möglicherweise die Basis eines objektiven Persönlichkeitstests liefern, der mittels Schreckreflexmodulation zwischen Ästheten und Funktionalisten differenziert. Der Einfluß einer weiteren Moderatorvariable, der aktuellen Stimmung, konnte in diesen Daten nicht bestätigt werden. Die Stimmung wirkte sich weder auf die absolute Höhe der Schreckreflexamplituden, noch auf das Funktionieren der Methode (gemessen durch die Amplitudendifferenz Flopmodell - Topmodell) aus. Anders verhielt es sich hingegen bei dem Einfluß der Persönlichkeitsdimension „Extraversion“, die zwar einen Einfluß auf die Höhe der Amplituden, nicht aber auf das Funktionieren der Methode hatte. Sollte dieses Ergebnis bei nachfolgenden Studien repliziert werden können, ließe sich eventuell a posteriori der Vergleich zwischen Extraversion und Schreckreflexamplituden als Manipulation Check nutzen (siehe Diskussionsteil).

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Schreckreflex Modulation Neuroanatomische Grundlagen Muskelaktivität-Elektromyographie Elektrodermale Aktivität Neuromarketing Positronen-Emissions-Tomographie Funktionelle Magnetresonanztomographie
Autor*innen
Juliane Döhring
Haupttitel (Deutsch)
Die Messung eines objektivierten ästhetischen Urteils über ein Produkt
Hauptuntertitel (Deutsch)
ein neurobiologischer Ansatz
Publikationsjahr
2010
Umfangsangabe
101 S. : graph. Darst.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Peter Walla
Klassifikation
77 Psychologie > 77.99 Psychologie: Sonstiges
AC Nummer
AC08129450
Utheses ID
8340
Studienkennzahl
UA | 298 | | |
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