Detailansicht
Überlegungen zu den Bildnissen von Hugo van der Goes
Stifterbilder und mögliche Selbstportäts
Elisabeth Kapfer
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Historisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Betreuer*in
Artur Rosenauer
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29575.29642.818655-0
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Der erste Teil der vorliegenden Arbeit beschäftigt sich mit den gesicherten Stifterbildern von Hugo van der Goes und mit möglichen Stifterdarstellungen im Bildgeschehen. Ausgehend vom Portinari-Altar in Florenz wird die Beziehung zwischen den Stiftern und den Schutzheiligen auf den Edinburgher Tafeln und dem Porträt eines Stifters mit Johannes dem Täufer in Baltimore untersucht. Der Stifterflügel von Goes auf dem Hippolytus-Altar von Bouts in Brügge zeigt ein Stifterpaar in einer Landschaft, die Namenspatrone der Stifter befinden sich als Grisaillen auf den Flügelaußenseiten. Das Motiv eines in einer offenen Landschaft knienden Stifterpaares findet sich bereits um 1480 in einer Miniatur der Ghent Associates wieder. Das ovale Porträt-Fragment von Goes in New York zeigt im Vergleich mit einem Männerporträt von Memling, das sich ebenfalls in New York befindet, wie unterschiedlich die beiden Künstler den jeweils porträtierten jungen Mann charakterisieren.
Möglicherweise finden sich auf der Wiener Beweinung von Goes und auf dem Monforte-Altar in Berlin Stifterdarstellungen im Bildgeschehen. Es wird überlegt, ob es sich beim Nikodemus der Wiener Beweinung und einer klagenden Frau hinter ihm um ein Stifterpaar handeln könnte. Auch die Figur des ältesten Königs auf dem Monforte-Altar wird in der Literatur für einen Stifter gehalten. Es besteht eine Tradition von Herrscherdarstellungen in Anbetungen der Könige. "Versteckte" Bildnisse lassen sich in der altniederländischen Malerei vor allem in den Gerechtigkeitsbildern der Rathäuser nachweisen.
Der zweite Teil befasst sich mit den möglichen Selbstporträts von Hugo van der Goes. In der Literatur gibt es Vorschläge zu Selbstbildnissen in den Assistenzfiguren des Monforte-Altares. Anhand von Vergleichsbeispielen wird überlegt, ob mögliche Selbstbildnisse als Apostel auf dem Marientod in Brügge, als Nikodemus der Wiener Beweinung und als heiliger Lukas in Lissabon plausibel erscheinen. Ein Exkurs zu altniederländischen Selbstporträts soll dazu beitragen, etwas über die Stellung im Bild, die für Selbstporträts als Assistenzfigur in Frage kommt, herauszufinden. Die Kopien und Varianten des Monforte-Altares des Meisters von Frankfurt und von Joos van Cleve zeigen, dass die Figur eines bärtigen Mannes im Mittelgrund des Monforte-Altares als Selbstbildnis des Künstlers galt. Der Mann mit der blauen Mütze auf dem rechten Bildrand des Monforte-Altares, der ebenfalls für ein Selbstporträt gehalten wird, erinnert an Selbstbildnisse in italienischen Epiphanie-Darstellungen. Er ist von der Szene abgewandt, blickt jedoch im Gegensatz zu den italienischen Beispielen nicht auf den Betrachter.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Hugo van der Goes Stifterbilder Selbstbildnisse
Autor*innen
Elisabeth Kapfer
Haupttitel (Deutsch)
Überlegungen zu den Bildnissen von Hugo van der Goes
Hauptuntertitel (Deutsch)
Stifterbilder und mögliche Selbstportäts
Publikationsjahr
2008
Umfangsangabe
98 S. : zahlr. Ill.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Artur Rosenauer
Klassifikation
20 Kunstwissenschaften > 20.30 Kunstgeschichte: Allgemeines
AC Nummer
AC07013379
Utheses ID
835
Studienkennzahl
UA | 315 | | |
