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Von Maschinen und Menschen
zur Bedeutung von Subjektivität im phänomenologischen Denkansatz Käte Meyer-Drawes in radikalem Kontrast zum Cartesianischen Dualismus
Julia Schindler
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Philosophie und Bildungswissenschaft
Betreuer*in
Helmuth Vetter
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.9332
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-30059.13929.801066-2
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Diese Arbeit beschäftigt sich mit jenem Aspekt in Käte Meyer-Drawes phänomenologischem Denkansatz, der in gewissem Sinne Ausgangspunkt für weitere Überlegungen in Hinblick auf ein neues Verständnis vom Menschen sein kann. Dieser wird hier als die Problematik der Subjektivität bezeichnet und stellt den Versuch dar, ein neues Subjektivitätsverständnis zu generieren, welches sich nicht mehr einem dualistischen Denken verschreibt, wie es von René Descartes erstmals explizit zum Ausdruck gebracht, schließlich fortgeführt wurde und zu einem Verständnis geführt hat, wonach sich der Mensch als selbstbeherrschtes, selbstbezogenes weil sich selbst völlig transparentes Subjekt deutete. Meyer-Drawe versucht dabei gerade nicht diese Dualismen, wie beispielsweise jene von Leib und Seele, zu ignorieren, sondern durch diese hindurch zu gehen und zu einem Verständnis von Subjektivität zu gelangen, das sich einer Dialektik dieser Dualismen verschreibt. Die zahlreichen Verweise in Meyer-Drawes Texten auf René Descartes‘ Denken, auf seinen Mensch-Maschine-Vergleich, der als Resultat eines Gedankenexperiments verstanden werden kann, dem die reale Trennung von res extensa und res cogitans inhäriert, und damit auf seinen Dualismus, legen eine Beschäftigung mit dem Thema der Subjektivität nach Käte Meyer-Drawe im Ausgang von der und insbesondere in der radikalen Abgrenzung zur Cartesianischen Philosophie nahe. Die Radikalität besteht darin, dass bereits die Methode von Descartes und von Meyer-Drawe von der Wurzel her verschieden sind, insofern, als dass, was zu zeigen versucht wird, Descartes der Methode, Meyer-Drawe den Phänomenen in der Wissenschaft den Vorrang gibt. Daraus resultiert freilich auch eine jeweils andere, weil aus anderen Motiven entspringende Sicht auf den Menschen in seinen Selbst- und Weltdeutungen, welche in dieser Arbeit thematisiert werden soll. Nicht nur als Vater der neuzeitlichen Philosophie, sondern vor allem in seiner Auseinandersetzung mit dem zweifelsvollen Ich hat Descartes die Subjektivitätsphilosophie auf den Weg gebracht, die sich später bei Kant und den deutschen Idealisten entfalten konnte und schließlich im postmodernen Denken eine Wendung erfuhr, welche sich als vom autonomen zum mehrdeutigen Subjektverständnis charakterisieren lässt. Diese denkt Meyer-Drawe schließlich weiter, indem sie das Subjektverständnis erweitert, nämlich um die Dimension der Doppeldeutigkeit, der Leiblichkeit und der Sehnsucht nach Gottebenbildlichkeit und damit ein neues Verständnis von Subjektivität generiert.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Meyer-Drawe, Käte Descartes, René Subjektivität Dualismus Maschine Phänomenologie
Autor*innen
Julia Schindler
Haupttitel (Deutsch)
Von Maschinen und Menschen
Hauptuntertitel (Deutsch)
zur Bedeutung von Subjektivität im phänomenologischen Denkansatz Käte Meyer-Drawes in radikalem Kontrast zum Cartesianischen Dualismus
Publikationsjahr
2010
Umfangsangabe
100 S.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Helmuth Vetter
Klassifikationen
08 Philosophie > 08.36 Philosophische Anthropologie ,
08 Philosophie > 08.99 Philosophie: Sonstiges
AC Nummer
AC08106690
Utheses ID
8414
Studienkennzahl
UA | 296 | | |
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