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L’Europe - le défi français
une analyse des acteurs de la politique européenne de la France sous la présidence de Jacques Chirac
Thomas Lichtenwöhrer
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Betreuer*in
Peter Cichon
DOI
10.25365/thesis.9360
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29181.59369.467564-9
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Welchen Einfluss üben die politischen Akteure auf die Europapolitik Frankreichs aus, und wer sind diese Akteure? Diese Forschungsfrage steht im Zentrum meiner Diplomarbeit, die sich auf die Zeit der Präsidentschaft Jacques Chiracs in den Jahren 1995 bis 2007 konzentriert. Ein eingeschränkter Akteursbegriff schließt dabei komplexe und korporative Akteure aus und konzentriert sich auf die individuellen Akteure.
Die vorliegende Arbeit stützt vor allem auf drei Hauptquellen: Wissenschaftliche Literatur, politische Reden der betreffenden Akteure und Zeitungsartikel aus den beiden französischen Tagesblättern Le Monde und Le Figaro.
Eine kurze Analyse der Struktur des politischen Systems Frankreichs in Bezug auf die Europapolitik zeigt, dass der Präsident, im vorliegenden Fall Jacques Chirac, der entscheidende Akteur ist. Die Mitglieder der Regierung, die ebenfalls mit europäischen Agenden betraut sind, spielen nur eine untergeordnete Rolle. Der Einfluss des Premiers hängt stark von der politischen Konstellation ab, da ein Kohabitations-Premier deutlich mehr Einfluss ausüben kann und auch gewillt ist, dies zu tun, als ein Premier der Partei des Präsidenten. Dieser lässt traditionell dem Staatsoberhaupt den Vortritt in außen- und europapolitischen Angelegenheiten. Die mit europäischen Belangen beschäftigten Minister treten nur sehr selten, und wenn, dann vor allem in Krisenzeiten in Erscheinung.
Abgesehen von jenen Akteuren, die durch ein öffentliches Mandat in das politische System Frankreichs eingebunden sind, gibt es auch ‚externe’ Akteure, die die französische Europapolitik zumindest indirekt beeinflussen. Dies sind einerseits Politiker wie Jean-Marie Le Pen, die durch ihren Wahlkampf extreme Positionen propagieren und so die europäische Aufmerksamkeit erringen, als auch Personen wie Valéry Giscard d’Estaing, die als ‚supranationale’ europäische Würdenträger die französische Öffentlichkeit beeinflussen.
Ebenso ist eine starke Abnahme der Vormachtstellung des Präsidenten gegen Ende seines zweiten Mandats zu konstatieren, da er durch eine Vielzahl an europäischen Misserfolgen während seiner Amtszeit den Großteil seiner Unterstützer eingebüßt hat. Dies eröffnet für seine Prätendenten die Chance, sich europapolitisch zu profilieren, was wiederum das Abgleiten Jacques Chiracs in die europapolitische Bedeutungslosigkeit beschleunigt.
Eine übersichtliche Zusammenfassung der Ergebnisse der vorliegenden Arbeit bietet die im Anhang dargestellte Graphik, die auf komprimierte Weise die politischen Akteure der französischen Europapolitik während der Präsidentschaft Jacques Chiracs veranschaulicht.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Frankreich Europapolitik Chirac
Autor*innen
Thomas Lichtenwöhrer
Haupttitel (Französisch)
L’Europe - le défi français
Hauptuntertitel (Französisch)
une analyse des acteurs de la politique européenne de la France sous la présidence de Jacques Chirac
Paralleltitel (Deutsch)
Europa - die französische Herausforderung ; eine Analyse der Akteure der Europapolitik Frankreichs unter der Präsidentschaft Jacques Chiracs
Publikationsjahr
2010
Umfangsangabe
131 S. : graph. Darst.
Sprache
Französisch
Beurteiler*in
Peter Cichon
AC Nummer
AC08100429
Utheses ID
8439
Studienkennzahl
UA | 236 | 346 | |
