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Participación política del movimiento indígena ecuatoriano
el movimiento Pachakutik en el gobierno de Lucio Gutiérrez
Stefan Florian Mayer
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Historisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Betreuer*in
Ursula Prutsch
DOI
10.25365/thesis.1109
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-30369.06534.769662-7
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Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Die politische Bewegung Movimiento de Unidad Plurinacional Pachakutik - Nuevo País wurde 1995 als Zusammenschluss eines äußerst heterogenen Spektrums sozialer Bewegungen und Organisationen Ecuadors gegründet. Die indigene Bewegung, vertreten durch die Confederación de Nacionalidades Indígenas del Ecuador (CONAIE) spielte im Gründungsprozess eine wichtige Rolle, weshalb die Pachakutik-Bewegung oft auch als politischer Arm der CONAIE bezeichnet wurde. Tatsächlich stellte Pachakutik jedoch die institutionelle Vertretung verschiedenster indigener, gewerkschaftlicher und intellektueller Strömungen dar, die zuvor nicht oder nur marginal in den staatlichen Institutionen vertreten waren.
Im Jahre 2002 gewann eine Allianz aus dem Movimiento Pachakutik mit der populistischen Partei Sociedad Patriótica um den ehemaligen Oberst und Putschisten Lucio Gutiérrez die Präsidentschaftswahlen, wodurch erstmals in der Geschichte des Landes eine Regierungskoalition die Regierung antrat, in der sowohl die indigene Bewegung als auch andere soziale Bewegungen vertreten waren. Die Erwartungen an die neue Regierung, vor allem vonseiten der indigenen Bevölkerung und der in Armut lebenden Bevölkerungsmehrheit, waren groß, wurden jedoch schon kurz nach dem Regierungsantritt enttäuscht, als anstatt der versprochenen strukturellen Reformen im Sozial- und Wirtschaftsbereich die Fortsetzung des neoliberalen Kurses in Übereinstimmung mit dem Internationalen Währungsfonds angekündigt wurde.
Schon wenige Wochen nach dem Regierungsantritt traten schwerwiegende Differenzen und Widersprüche nicht nur zwischen den beiden Regierungsparteien, sondern auch innerhalb des Movimiento Pachakutik auf: zwischen Pachakutik und der indigenen Bewegung, zwischen Basis und Regierungsfunktionären, der sozialen und der politischen Bewegung sowie zwischen den verschiedenen in der Bewegung vertretenen Organisationen. So bedeutete die Regierungsbeteiligung des Movimiento Pachakutik nicht die erhoffte Möglichkeit zur strukturellen Veränderung von Staat und Gesellschaft, sondern endete mit dem Bruch der Koalition schon wenige Monate später, im August 2003, und einer tiefgreifenden Krise sowohl der politischen Bewegung Pachakutik als auch der sozialen Bewegungen, vor allem der indigenen Bewegung.
Diese Arbeit untersucht die Prozesse die zur Regierungsbeteiligung Pachakutiks führten, sowie die Schwierigkeiten und Widersprüche, die während dieser Beteiligung Pachakutiks ander politischen Macht des Landes auftraten, anhand von Interviews mit Vertretern der drei wichtigsten in Pachakutik existenten Strömungen, die an den Ereignissen maßgeblich beteiligt waren.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Ecuador indigene Völker soziale Bewegungen politische Partizipation Movimiento de Unidad Plurinacional Pachakutik Nuevo País Regierung Lucio Gutiérrez
Autor*innen
Stefan Florian Mayer
Haupttitel (Spanisch)
Participación política del movimiento indígena ecuatoriano
Hauptuntertitel (Spanisch)
el movimiento Pachakutik en el gobierno de Lucio Gutiérrez
Paralleltitel (Deutsch)
Politische Partizipation der indigenen Bewegung Ecuadors ; die Pachakutik-Bewegung in der Regierung von Lucio Gutiérrez
Publikationsjahr
2008
Umfangsangabe
113 S.
Sprache
Spanisch
Beurteiler*in
Ursula Prutsch
Klassifikation
15 Geschichte > 15.88 Mittelamerika, Südamerika
AC Nummer
AC07030224
Utheses ID
845
Studienkennzahl
UA | 312 | | |
