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Der geschlechtsspezifische Lohnunterschied in den Vereinigten Staaten und der Europäischen (Wirtschafts-)Gemeinschaft/Union - ein Vergleich
Petra Ziegler
Art der Arbeit
Dissertation
Universität
Universität Wien
Fakultät
Historisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Betreuer*in
Maria Mesner
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.9446
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29129.03155.399665-9
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Seit Ende der 1950er-Jahre/Anfang der 1960er-Jahre wurden sowohl in der Europäischen Union als auch in den Vereinigten Staaten von Amerika Gesetze und Maßnahmen zur Gleichbehandlung von Frauen und Männern verabschiedet. De iure wurde Gleichbehandlung in einigen Bereichen, vor allem im Erwerbsleben, erreicht, de facto ist diese Gleichbehandlung aber weiterhin nicht gegeben. Gesetze und spezifische Vereinbarungen lassen zu einem großen Teil die unbezahlte Arbeit und deren traditionelle Aufteilung zwischen den Geschlechtern unberührt und zielen vor allem auf die bezahlte Erwerbstätigkeit, wodurch strukturelle Unterschiede beim Zugang zu Erwerbstätigkeit unberücksichtigt bleiben. Da Regelungen zur Umverteilung der unbezahlten Arbeit fehlen, konzentriert sich die vorliegende Arbeit auf die gesetzlichen Vorgaben zu Gleichbehandlung auf dem Erwerbsarbeitsmarkt. Neben der vergleichenden Analyse der Entwicklung des geschlechtsspezifischen Lohnunterschieds in der Europäischen Union und den Vereinigten Staaten von Amerika wurde ein besonderer Fokus auf jene Maßnahmen gelegt, die den geschlechtsspezifischen Lohnunterschied verringern sollen. Der Lohnunterschied hat während des gesamten Erwerbslebens und darüber hinaus (Pensionsanspruch) Auswirkungen auf die Position der Frauen im wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Leben. Der geschlechtsspezifische Lohnunterschied wird durch wichtige Entscheidungen wie Beschäftigungsmodus und Dauer der Erwerbstätigkeit, Unterbrechung der beruflichen Laufbahn sowie Verteilung der unbezahlten Betreuungsarbeit beeinflusst und stellt ein wesentliches Hindernis für Frauen dar, die gleiche wirtschaftliche Unabhängigkeit zu erreichen wie Männer. Der Untersuchungszeitraum reicht von den Römischen Verträgen 1957 (EWG) bzw. dem Equal Pay Act 1963 (USA) bis zu dem Amsterdamer Vertrag (1997) bzw. dem Ende der Clinton-Administration (2000). Zwar wird auch auf die vorherige Entwicklung eingegangen werden, der Schwerpunkt liegt aber auf dem ausgewählten Zeitraum, da Ende der 1950er-Jahre/Anfang der 1960er-Jahre erstmals der geschlechtsspezifische Lohnunterschied sowohl in der EWG als auch in den USA explizit in Verträge und Gesetze einbezogen und bis zum Ende der 1990er-Jahre zentrale Maßnahmen zur Reduzierung des Lohnunterschieds verabschiedet wurden. Die Arbeit ist so aufgebaut, dass mit der Methode des historischen Vergleichs begonnen wird; daran anschließend werden Berechnungen zum geschlechtsspezifischen Lohnunterschied präsentiert, um einen Überblick hinsichtlich der Entwicklung dieses zentralen Indikators geben zu können. Danach werden im Hauptkapitel ausgewählte Maßnahmen zur Reduktion des geschlechtsspezifischen Lohnunterschieds beschrieben, um nach dieser Darstellung einen Vergleich zwischen den Maßnahmen in den USA und der E(W)G/EU ziehen zu können. Die Arbeit schließt mit den Einschätzungen der Autorin zu den untersuchten Gleichbehandlungsmaßnahmen sowie Empfehlungen für effektivere Regelungen.
Abstract
(Englisch)
Around the end of nineteen fifties and the beginning of the nineteen sixties laws and policies concerning equal treatment have been passed in the European Union and the United States. De iure, equal treatment has been established in the European Union and the United States in different areas, especially the labour market, but in reality equal opportunity is still missing. Laws and regulations do not concern unpaid work and its traditional distribution between women and men; instead, they concentrate on paid employment, while at the same time ignoring structural differences regarding access to employment. Due to an on-going lack of regulations concerning the restructuring of unpaid work, the following PhD-thesis concentrates on equal opportunity policies – especially on those that tend to reduce the gender pay gap. Another focus is the comparison of the gender pay gap development in the European Union and the United States. This gender pay gap has impacts on women's position within the economy, the society, and throughout the whole working life and beyond (i.e., pension). The gender pay gap is one of the main obstacles for women to achieving economic independence; it is influenced by various important decisions throughout a working life like employment relationship, duration, continuity of employment, or the distribution of unpaid work. The period of investigation begins with the Treaty of Rome (1957) and the Equal Pay Act (1963), and ends with the Treaty of Amsterdam (1997) and the end of the Clinton Administration (2000). The beginning marks the time when the gender pay gap was introduced in the European Union and the United States within treaties and federal laws for the first time. Although the preceding time period will be taken into account, the focus of the thesis is the time period when central policies aiming at the reduction of the gender pay gap have been introduced. The structure of the PhD-thesis is as follows. First, it outlines the method of ‘historical comparison’. Second, it gives data on the gender pay gap to give an overview on the development of this central indicator. Third, it describes policies regarding the gender pay gap in the European Union and the United States. Forth, it compares the different policies in the EU and the US. The thesis concludes with the author's assessment of the analysed policies and with recommendations for more effective regulations.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
Gender pay gap United States European (Economic) Community/Union Germany France comparison
Schlagwörter
(Deutsch)
Geschlechtsspezifischer Lohnunterschied Vereinigte Staaten Europäische (Wirtschafts-)Gemeinschaft/Union Deutschland Frankreich Vergleich
Autor*innen
Petra Ziegler
Haupttitel (Deutsch)
Der geschlechtsspezifische Lohnunterschied in den Vereinigten Staaten und der Europäischen (Wirtschafts-)Gemeinschaft/Union - ein Vergleich
Publikationsjahr
2010
Umfangsangabe
269 S.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*innen
Maria Mesner ,
Dieter Stiefel
Klassifikationen
15 Geschichte > 15.08 Sozialgeschichte ,
15 Geschichte > 15.09 Wirtschaftsgeschichte ,
15 Geschichte > 15.38 Europäische Geschichte nach 1945 ,
15 Geschichte > 15.87 USA
AC Nummer
AC08105381
Utheses ID
8516
Studienkennzahl
UA | 092 | 312 | |
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