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Volkszählungen im Küstenland der Habsburgermonarchie als Konfliktbereich
die Beziehung von Sprache und Macht im italienischen und slawischen Diskurs anhand von zwei Zeitungsartikeln ("Idea italiana", "La pensée slave")
Astrid Fellinger
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Betreuer*in
Rosita Schjerve Rindler
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.9488
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29773.76304.799161-2
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Warum führten nun die Volkszählungen der Donaumonarchie zu Konflikten und wie wurden sie ausgetragen? Wozu diente die Volkszählung und wer waren die Akteure? Warum wurde der Kampf um Macht über Sprache ausgetragen? Die Volkszählungen der Donaumonarchie führten zu einem Nationalitätenstreit, da es sich bei den Umgangssprachenerhebungen um manipulierte Vorgänge handelte, wobei von nationalen Gruppen und den Regierenden Sprache als Instrument verwendet wurde, um politische, wirtschaftliche und soziale Macht zu erreichen. Sprache wurde zum Symbol des Konflikts sowie zum Mittel und Kanal der Macht. Die Ausarbeitung im historischen Analyseabschnitt hat unterschiedliche Akteure herausgefiltert, die differente Ziele im Sprachenkonflikt verfolgt haben: Die Italiener nutzten ihre starke politische und wirtschaftliche Position aus, um die Erhebungszahlen in allen drei adriatischen Kronländern zu fälschen oder zumindest zu manipulieren. Die Gegenreaktionen auf die Manipulationen von slawischer, aber auch deutscher Seite waren Proteste, Resolutionen und Beschwerdeschriften zu Teilerfolgen für die Sprachgruppen in der Minderzahl führten und Revisionen bewirkten. Wie wurden die Nationalitätenkonflikte medial von italienischer und slowenischer Seite ausgetragen? Der italienischnationale Diskurs wurde durch einen Artikel aus der Idea italiana exemplifiziert und ein Text aus der Zeitung La pensée slave gewährte einen Blick in den Nationalitäten- und Volkszählungsdiskurs aus slawischer Sicht. Eine Untersuchung gemäß der Ansätze zur Kritischen Diskursanalyse nach Norman Fairclough und Siegfried Jäger veranschaulichte den italienischen Kampf um den Erhalt ihrer Vormachtstellung. Beide Dokumente zeigen, dass in einem supranationalen Kontext Mehrsprachigkeit dann zu Konflikten führt, wenn der soziokulturelle Status und die Position der verschiedenen sprachlichen Gruppen unausgeglichen sind.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
National census Austro-Hungarian monarchy Austrian Littoral Language Power Discourse analysis Idea italiana La pensée slave
Schlagwörter
(Deutsch)
Volkszählung Habsburgermonarchie Küstenland Sprache Macht Diskursanalyse Idea italiana La pensée slave
Autor*innen
Astrid Fellinger
Haupttitel (Deutsch)
Volkszählungen im Küstenland der Habsburgermonarchie als Konfliktbereich
Hauptuntertitel (Deutsch)
die Beziehung von Sprache und Macht im italienischen und slawischen Diskurs anhand von zwei Zeitungsartikeln ("Idea italiana", "La pensée slave")
Paralleltitel (Englisch)
The problematic nature of the national census in the Austrian Littoral of the Austro-Hungarian monarchy
Publikationsjahr
2010
Umfangsangabe
115 S. : Kt.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Rosita Schjerve Rindler
Klassifikationen
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.23 Mehrsprachigkeit ,
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.40 Angewandte Sprachwissenschaft: Allgemeines
AC Nummer
AC08120189
Utheses ID
8555
Studienkennzahl
UA | 190 | 347 | 350 |
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