Detailansicht
A game theoretical approach to the early fiction of Thomas R. Pynchon
Spiel Pynch-on
Markus Peterseil
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Betreuer*in
Astrid Fellner
DOI
10.25365/thesis.9489
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29821.19478.506270-1
Link zu u:search
(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Literarische Spieltheorie ist ein Begriff, den es so nicht gibt. Allerdings haben sich die Kulturwissenschaften immer wieder mit dem Spiel als gestalterische Kraft auseinandergesetzt, da es sich formal kaum fassen lässt.
Diese Arbeit versucht, Thomas Pynchon in den Spielkontext der abendländischen Philosophie und Kulturgeschichte zu setzen; von Heraklit bis Derrida; vom Spiel der Götter zu jeu libre der Dekonstruktion.
Dieser Arbeit liegt die Annahme zugrunde, dass sich zeitgenössische Literatur vor allem spielerisch den "großen" Themen der Menschheitsgeschichte nähert. Die Erzähltechnik eines Autors wie Thomas Pynchon unterscheidet sich grundsätzlich von jener des beginnenden 20. Jahrhunderts. Paranoia hat den Glauben an das Transzendente ersetzt. Angesichts einer dunklen, namenlosen Macht, die das Leben jedes Einzelnen im Griff zu haben scheint, rückt das Selbst in den Hintergrund bis zur Unkenntlichkeit. Gott wurde für tot erklärt, und selbst die Sprache hat ihre Unschuld verloren.
Wie ist es möglich angesichts der Unmöglichkeit von Erkenntnis und Ursprung von großen Themen wie Erkenntnis und Wahrheit zu schreiben?
Im Spiel. Ein Schachspiel ist schließlich auch eine Übung in Kriegsführung ohne Blutvergießen.
Pynchons Charaktere sind letztendlich Schachfiguren, denn ihr Name entspricht meist ihrer Funktion. Sie wachsen nicht an ihren Aufgaben; manchmal ist Stillhalten ihre Hauptaufgabe, manchmal sinnentleertes in Bewegung bleiben.
Der Anfang ist wie das Ende. Dazwischen wird gespielt. Jeder gewinnt auf seine oder ihre Art und Weise.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Englisch)
literary theory game theory Thomas R. Pynchon
Schlagwörter
(Deutsch)
Literaturtheorie Spieltheorie Thomas R. Pynchon
Autor*innen
Markus Peterseil
Haupttitel (Englisch)
A game theoretical approach to the early fiction of Thomas R. Pynchon
Hauptuntertitel (Englisch)
Spiel Pynch-on
Publikationsjahr
2010
Umfangsangabe
120 S.
Sprache
Englisch
Beurteiler*in
Astrid Fellner
Klassifikation
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.73 Literaturtheorie: Allgemeines
AC Nummer
AC08103408
Utheses ID
8556
Studienkennzahl
UA | 190 | 344 | 299 |
