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Der Orient in der deutschen Literatur, in Theater und Oper
Gity Dehdar
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Philosophie und Bildungswissenschaft
Betreuer*in
Johann Sonnleitner
DOI
10.25365/thesis.9589
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29982.37021.343362-2
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Ein vergleichender Blick auf die untersuchte Literatur zeigt gewaltige Unterschiede in der Vorstellung vom Orient, seinen Herrschern und seiner Lebensart bei den einzelnen Autoren.
Lohenstein, Gryphius und Hasse charakterisieren die orientalischen Herrscher als unmoralisch, herzlos und herrschsüchtig. Bäuerle deutet durch einzelne Aussprüche seiner Figuren an, dass er die türkischen Lebensgewohnheiten, insbesondere in Bezug auf Frauen, kennt. An anderen Stellen erwecken seine Bilder jedoch den Eindruck, dass sie nicht der Wahrheit entsprechen. Er bewegt sich zwischen Fantasie und Wirklichkeit. Den türkischen Vezir bezeichnet er als grausam und geil.
Bei Bretzner in „Die Entführung aus dem Serail“, und bei Eberl finden wir eine positive Entwicklung des in Europa verbreiteten Bildes orientalischer und muslimischer Herrscher. Sie werden als aufgeklärte, tolerante Menschen gezeichnet, die ihre negativen Gefühle beherrschen, ihren eigenen Willen zugunsten anderer zurückstellen und Fehler verzeihen können.
In Eberls „Die Deutschen unter Muselmännern“ sehen wir, dass für Bassa Selim nicht Religion, sondern aufgeklärt gütiges Handeln wesentlich sind.
Bei Lessing ist Sultan Saladin ein friedliebender Geschäftsmann, der sich mit Geld befasst.
Karl May wiederum zeichnet trotz eigener Orientreisen kein positives Bild von den Türken. Er zeigt auf, dass sie als strenge Muslime keine Christen in ihrer Umgebung wollen.
In Oskar Wildes „Salome“ steht Erotik als zentrales Thema im Vordergrund. Die erotische Frauengestallt ist ein wesentliches Merkmal des vorherrschenden orientalischen Weltbildes, das nicht nur in der Literatur, sondern auch in der Malerei seinen Ausdruck findet.
In Wielands „Dschinnistan“ werden die einzelnen Figuren nicht deutlich als charakterlich gut oder böse geschildert. Sie sind märchenhafte Gestalten, die unterhalten und orientalischen Stoff verarbeiten.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
deutsche Philologie Orient Literatur Theater Oper
Autor*innen
Gity Dehdar
Haupttitel (Deutsch)
Der Orient in der deutschen Literatur, in Theater und Oper
Publikationsjahr
2010
Umfangsangabe
113 S.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Johann Sonnleitner
Klassifikationen
AC Nummer
AC08122648
Utheses ID
8647
Studienkennzahl
UA | 332 | | |
