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Silvio Pellicos "Le mie prigioni" in der zeitgenössischen österreichischen und französischen Rezeption
Sebastian Siedler
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Betreuer*in
Alfred Noe
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.9599
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29363.11137.342259-0
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Silvio Pellicos "Le mie prigioni" ist eindeutig ein Werk der Romantik. Die Betonung des Inhalts vor dem Stil sowie das Motiv der Abgeschiedenheit sind dafür typisch. Nichtsdestotrotz ist das Buch auch aus stilistischer Sicht interessant, weil Pellico zwischen einem dokumentarischen Stil und einem emotionalen Stil wechselt. Dabei nehmen die Abschnitte im emotionalen Stil eine wesentlich größere Bedeutung ein, was die "Prigioni" eher zu einem psychologischen Dokument, anstatt, wie oft behauptet, zu einem historischen macht. Nach dem Erscheinen der "Prigioni" war die österreichische Regierung um eine Widerlegung bemüht, denn sie sah ihr internationales Ansehen gefährdet. Es kamen zwar Entwürfe zu Entgegnungen zu Stande, jedoch wurden sie nie veröffentlicht. Da die "Prigioni" kaum historischen Fakten enthalten, war es unmöglich, das Buch in irgendeiner Form zu widerlegen. Wie sich herausstellte, hatte Pellico seine Haft sogar beschönigt. In Frankreich verlief die zeitgenössische Rezeption gänzlich anders. Grund dafür waren mit Sicherheit die vielen Exil-Italiener, die in Frankreich lebten und sich für die italienischen nationalen Bewegungen einsetzten. Das große Interesse am italienischen Risorgimento sorgte nicht zuletzt dafür, dass in kurzer Zeit etliche Personen, darunter auch viele ehemalige Mithäftlinge, eigene Schriften zu dem Thema veröffentlichten. Das Ergebnis war ein intertextuelles Konglomerat, wovon die meisten Schriften heute unbekannt sind. Gerade das geringe Maß an historischen Informationen unterscheidet Pellico von den anderen Autoren und ermöglichte ihm so ein Werk zu schaffen, das über das italienische Risorgimento hinaus gelesen wurde.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
risorgimento reception literary censorship prison literature autobiography
Schlagwörter
(Deutsch)
Risorgimento Rezeption literarische Zensur Gefängnisliteratur Autobiographie
Autor*innen
Sebastian Siedler
Haupttitel (Deutsch)
Silvio Pellicos "Le mie prigioni" in der zeitgenössischen österreichischen und französischen Rezeption
Publikationsjahr
2010
Umfangsangabe
165 S.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Alfred Noe
Klassifikationen
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.92 Vergleichende Literaturwissenschaft: Allgemeines ,
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.93 Literarische Stoffe, literarische Motive, literarische Themen ,
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.94 Literarische Einflüsse und Beziehungen, Rezeption ,
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.95 Literarische Übersetzung ,
18 Einzelne Sprachen und Literaturen > 18.25 Italienische Sprache und Literatur
AC Nummer
AC08159248
Utheses ID
8657
Studienkennzahl
UA | 393 | | |
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