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Bindungsaufbau zur Erzieherin und kindliche Bewältigungsprozesse nach Krippeneintritt
Nina Harbich
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Psychologie
Betreuer*in
Lieselotte Ahnert
DOI
10.25365/thesis.9863
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-30399.42756.170366-0
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Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Gegenstand der vorliegenden Studie, durchgeführt in Wien/Österreich, ist die Untersuchung von 55 zwischen 15 und 31 Lebensmonate alten Kindern nach deren Eintritt in die Krippe. Im Vordergrund des Interesses stand die Auswirkung der Bindung zur Erzieherin, erfasst zwei Wochen und zwei Monate nach dem Krippeneintritt mittels AQS (Waters, 1995), auf die jeweiligen kindlichen Verhaltenweisen, die vermutlich der Bewältigung des Krippeneintritts als stressauslösendes Ereignis dienen sollten. Die Beobachtung der Versuchspersonen erfolgte im Rahmen der „Wiener Kinderkrippenstudie“ und wurde videographiert. Das Videomaterial wurde mit dem Programm Interact (Mangold, 2008) kodiert und ausgewertet. Zur Veranschaulichung von Bewältigung wurden negative Emotionen, selbststimulierende
Verhaltensweisen und das Explorationsverhalten der Kinder herangezogen. Darüber hinaus wurde der Einfluss der Faktoren Geschlecht, Alter und Temperament, erhoben mittels TTS
(Fullard et al., 1984), betrachtet.
Es zeigte sich, dass eher sicher gebundene Kinder kürzer negative Emotionen zeigen als weniger sicher gebundene Kinder. Darüber hinaus hat die Bindungssicherheit bei Mädchen
einen signifikanten Effekt auf die Dauer der gezeigten negativen Emotionen. Des Weiteren ist die Bindungssicherheit 23 bis 31 Monate alter Kinder ausschlaggebend dafür, dass sie
verstärkt selbststimulierendes Verhalten wie an etwas nuckeln oder Selbstberührung zeigen.
Auch Geschlechtsunterschiede können aufgedeckt werden. Die weiteren bestehenden Unterschiede der unterschiedlichen Gruppen sind als nicht signifikant zu bezeichnen. Ob
Kinder länger oder kürzer erkunden scheint in keinem Zusammenhang mit Geschlecht und Alter in Abhängigkeit von der Bindung zur Erzieherin zu stehen. Signifikante Effekte
hervorgerufen durch unterschiedliche emperamentsausprägungen wurden in Abhängigkeit
von der Bindungssicherheit bei keinen der betrachteten Aspekte von Bewältigung nachgewiesen.
Abstract
(Englisch)
The present study investigates to what extent the attachment to the child care caregiver,assessed by AQS (Waters, 1995), affects the adaptation of 15-31 months old children (N=55) to day care center in Vienna/Austria.
To indicate coping behaviour, which the children probably apply to reduce the stress caused by the challenge of adaption to nonparental care, the study focused on the expression of 72 negative mood, the intensity of selfsoothing strategies and the amount of active play showen
by the children. Therefore the children were observed and filmed in the “Wiener Kinderkrippenstudie” and the information obtained by the videos was analysed using the
coding software Interact (Mangold, 2008). Furthermore, this investigation wanted to survey the influence of sex, age and different aspects oft temperament, assessed by TTS (Fullard et al. 1984). Evidence was found that children with a rather secure attachment to their caregiver show less negative mood than the ones less-securely attached. Dependent on a rather secure attachment girls express more negative feelings than any other children.
Rather securely attached children between 23 and 31 months of age use selfsoothing strategies like sucking or touching themselves with high intensity. Moreover, differences
depending on sex and attachment security concerning selfsoothing strategies were found.
There was no evidence of any other significant differences within the groups dependent on attachment security on the one hand and sex, age and temperament on the other hand.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Bindung Erzieherin Krippeneintritt Bewältigung
Autor*innen
Nina Harbich
Haupttitel (Deutsch)
Bindungsaufbau zur Erzieherin und kindliche Bewältigungsprozesse nach Krippeneintritt
Publikationsjahr
2010
Umfangsangabe
72 S.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Lieselotte Ahnert
Klassifikation
77 Psychologie > 77.55 Kinderpsychologie
AC Nummer
AC08128680
Utheses ID
8901
Studienkennzahl
UA | 298 | | |
