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The involvement of the FRN and the P300 brain potential in the neural processing of empathy
Christian Bäuchl
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Psychologie
Betreuer*in
Uta Sailer
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.9869
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-30038.83637.799666-4
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Jüngste Studien haben gezeigt dass die FRN, ein ereigniskorreliertes Potenzial das einen negativen Wellenverlauf aufweist, nicht nur evoziert wurde, wenn Personen selbst eine negative Rückmeldung erhielten, sondern auch, wenn sie eine solche Rückmeldung bei anderen beobachteten. Die am häufigsten angewandte Methode, um die sogenannte Beobachtungs-FRN (eine FRN die auftritt wenn beobachtet wird das andere eine negative Rückmeldung erhalten) zu erforschen, stellen Glückspielaufgaben dar, bei denen finanzielle Verluste als negative Rückmeldung verwendet werden. Die Beobachtungs-FRN wurde von einigen Forschern dadurch erklärt, dass Personen empathisch auf den beobachteten finanziellen Verlust von anderen reagieren. Die P300, eine positive Welle die zwischen 300 – 500 ms maximal ist, wurde in Glücksspielaufgaben ebenfalls durch unterschiedliche Aufgabenbedingungen moduliert. Gleichfalls hat sich gezeigt, dass die P300 auf Stimuli reagiert, von denen vermutet wird, dass sie empathische Reaktionen auslösen. Vorangehende Studien haben die Beobachtungs-FRN untersucht, indem sie ein Design benutzten bei dem zwei Spieler sich entweder gegenseitig beobachten konnten, und jeder die Spielergebnisse des anderen Spielers sah, oder bei dem eine Versuchsperson die Ergebnisse des 2. Spielers am eigenen Bildschirm mit verfolgte. In der vorliegenden Studie hingegen spielten die Versuchspersonen für sich selbst und, in Stellvertretung, für zwei weitere Parteien (eine nahestehende Person und die Österreichische Nationalbank). EEG Signale wurden abgeleitet, während Versuchspersonen in einer Glückspielaufgabe 100 virtuelle Euro (pro Runde) für sich selbst bzw. für eine der beiden Parteien gewannen oder verloren. Zusätzlich wurden Empathie-Fragebögen vorgegeben, um zu untersuchen, ob sich hoch-empathische von niedrig-empathischen Personen in ihren Gehirnpotenzialen unterscheiden. Die FRN unterschied sich weder in der Gewinn- bzw. Verlustbedingung, noch hatte das Spielen für eine der drei Parteien einen signifikanten Einfluss auf ihre Amplitude. Für welche Partei gespielt wurde, hatte allerdings einen Einfluss auf die P300, die sich ebenfalls nicht durch die Valenz des Spielausgangs modulieren ließ. Die P300 war am größten wenn für die nahestehende Person gespielt wurde, unabhängig von beobachteten Gewinnen oder Verlusten. Am zweithöchsten war die ereigniskorrelierte Komponente wenn Versuchspersonen für sich selbst spielen und am dritthöchsten wenn sie für die Österreichische Nationalbank spielten. Zusätzlich wiesen hoch-empathische Personen eine höhere P300 auf als niedrig-empathische Personen. Die Ergebnisse wurden dahingehend interpretiert, dass aufgrund des Fehlens einer Strategie um die Gewinne zu erhöhen Versuchspersonen sowohl Verluste als auch Gewinne für unerwartet hielten. Die P300 Effekte können dadurch erklärt werden, dass Versuchspersonen emotional auf den Namen der nahestehenden Person reagiert haben.
Abstract
(Englisch)
Recent work revealed that the FRN, a negative event related brain potential occurring between 200 – 300 ms after feedback-onset, was not only elicited when people received a negative feedback, but also when they observed others receiving a negative feedback. Monetary gambling tasks have frequently been used to investigate the observational-FRN (an FRN that is evoked by the observation of losses from others), whereas a monetary loss served as a negative feedback. In order to explain why an FRN is also elicited when observing the losses of others, some scientists have referred to the construct of human empathy, hypothesizing that people regarded the misfortune of others as similarly negative as their own. The P300, a positive going wave peaking between 300 – 500 ms, has also been shown to be modulated by different conditions in gambling tasks as well as by the empathetic concern of people. Prior studies required subjects to perform a gambling task alongside other players (or playing with others via network) and consecutively observing their own and the other player’s outcome. In contrast subjects in the present study had to play for themselves and for two other agents (a close person and the Austrian National Bank) by proxy. Electroencephalogram (EEG) was recorded while subjects played a gambling task where they could either win or lose 100 virtual Euros per trial, for themselves or for the respective agents. Additionally, empathy questionnaires were handed out to the subjects post-experimentally to examine if larger FRN and P300 peak amplitudes would be found in subjects who rated themselves as highly empathetic. Neither outcome valence nor playing for the different agents had a significant effect on FRN peak amplitude. The P300, on the other hand, was modulated by playing for close others, but outcome valence again had no impact on this brain potential. Subjects with higher empathy scores in two questionnaires had significantly larger P300 amplitudes compared to subjects with lower empathy scores. The conclusion was drawn that these results were caused by the fact that due to the absence of a strategy to raise the gains in the task, subjects neither expected losses nor wins and that the P300-effect for close others could be explained by an emotional reaction while reading their names on the screen.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
EEG feedback related negativity P300 gambling task empathy
Schlagwörter
(Deutsch)
EEG Feedback Related Negativity P300 Glücksspielaufgabe Empathie
Autor*innen
Christian Bäuchl
Haupttitel (Englisch)
The involvement of the FRN and the P300 brain potential in the neural processing of empathy
Paralleltitel (Deutsch)
Die Involvierung der FRN und der P300 in die neuronale Verarbeitung von Empathie
Publikationsjahr
2010
Umfangsangabe
64 S.
Sprache
Englisch
Beurteiler*in
Uta Sailer
Klassifikation
77 Psychologie > 77.50 Psychophysiologie
AC Nummer
AC08139205
Utheses ID
8907
Studienkennzahl
UA | 298 | | |
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