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Einfluss des ACE Insertions-Deletionspolymorphismus auf ausgewählte Parameter der körperlichen Leistungsfähigkeit
ein systematischer Review
Katharina Korpitsch
Art der Arbeit
Magisterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Zentrum für Sportwissenschaft und Universitätssport
Betreuer*in
Barbara Wessner
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.9871
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29670.03035.558466-0
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Die sportliche Leistungsfähigkeit unterliegt neben Umgebungs- und Umweltfaktoren auch genetischen Einflüssen. Der Insertions-/Deletionspolymorphismus des Angiotensin Converting Enzyme (ACE) stellt die am häufigsten untersuchte Genvariante im Kontext sportbezogener Phänotypen dar. Studien über mögliche Zusammenhänge zwischen diesem Polymorphismus und der maximalen Sauerstoffaufnahme (VO2max), einer trainingsinduzierten linksventrikulären Hypertrophie (LVH) oder dem Blutdruck (BP) zeigen jedoch kontroverse Ergebnisse. Daher wurde im Rahmen dieser Arbeit ein systematischer Review erstellt, um die dazu vorhandene Literatur zusammenzutragen. Für diesen systematischen Review wurde die Datenbank PubMed nach themenrelevanten Studien durchsucht. 26 Kohortenstudien und 17 Interventionsstudien erfüllten alle Einschlusskriterien und wurden daher in die Analyse miteinbezogen. In Bezug auf den ACE I/D Polymorphismus umfassen die Untersuchungsparameter ausschließlich die LVH, die VO2max, den BP und zusätzlich dazu auch die Genotypverteilungen in verschiedenen Versuchsgruppen. Heterogene Studiendesigns erschweren die Interpretation der Ergebnisse für die einzelnen Untersuchungsparameter. Beim Vergleich der Studien lassen sich lediglich Tendenzen für den Zusammenhang zwischen dem ACE I/D Polymorphismus und den untersuchten Variablen erkennen. In 19 Studien wurden die Unterschiede in der Verteilung der ACE-Genotypen untersucht. Mit einer Tendenz zu statistisch signifikanten Unterschieden zwischen den Genotypgruppen zeigte sich, dass das I-Allel eher mit längeren Distanzen und vorrangig aeroben Sportarten assoziiert ist. Das Auftreten des D-Allels wird in diesen Studien eher mit kürzeren Distanzen und vorrangig anaeroben Sportarten in Verbindung gebracht. Jeweils 13 Studien liefern Ergebnisse bezüglich der LVH und der VO2max und aus 7 Studien gehen Ergebnisse für den BP hervor. Die Entwicklung einer trainingsinduzierten linksventrikulären Hypertrophie scheint mit dem Auftreten des D-Allels in Zusammenhang zu stehen. Für die maximale Sauerstoffaufnahme und den Blutdruck konnten größtenteils keine signifikanten Zusammenhänge mit dem ACE I/D Polymorphismus festgestellt werden. Aufgrund unterschiedlicher und teilweise unpräzise beschriebener Studiendesigns lassen sich keine konkreten Ergebnisse formulieren. Der ACE I/D Polymorphismus scheint die untersuchten Phänotypen in gewisser Weise zu beeinflussen, jedoch sollten für verständlichere Ergebnisse auch die darin involvierten Mechanismen und physiologischen Hintergründe eingehend analysiert werden.
Abstract
(Englisch)
Physical performance is a complex phenotype influenced by numerous environmental and genetic factors. The insertion/deletion polymorphism of the gene encoding for the angiotensin converting enzyme (ACE) is the most extensively examined genetic variant in the context of performance-related traits. Conflicting evidence has been obtained from different studies investigating the possible associations between this polymorphism and maximal oxygen uptake (VO2max), exercise-induced left ventricular hypertrophy (LVH) or blood pressure (BP). Therefore, the aim of this study was to conduct a systematic review to gather all currently available literature. A comprehensive search of the PubMed database for potentially eligible articles has been accomplished. 26 cohort studies and 17 intervention studies met the criteria for inclusion and were thus incorporated in this analysis. Concerning the ACE I/D polymorphism, the examined parameters comprised exclusively either left ventricular hypertrophy, maximal oxygen uptake or blood pressure and additionally the genotype distributions in various study groups. Heterogeneous study designs impede the interpretation of the results for each of the tested parameters. A comparison of the studies merely indicate general tendencies for the association between the ACE I/D polymorphism and the analysed variables. 19 trials assessed the possibly different distribution of ACE genotypes, whereby a tendency towards statistically significant differences between genotype groups was observed. According to these studies, the I-allele seems to be associated with longer distances and predominantly aerobic sporting disciplines, respectively, whereas the presence of the D-allele appears more likely to be closely linked with shorter distances and predominantly anaerobic sporting disciplines, respectively. 13 investigations provide findings regarding either LVH or VO2max and another 7 studies yield results considering BP. The occurence of the D-allele seems to encourage the development of exercise-induced left ventricular hypertrophy. In terms of maximal oxygen uptake and blood pressure, the vast majority of included studies failed to detect significant associations with the ACE I/D polymorphism. The reviewed studies precluded drawing any convincing conclusions, due to different and to some extent imprecisely described study designs. The ACE I/D polymorphism may affect the investigated phenotypes, but to reveal more precisely defined findings, all involved mechanisms and physiological backgrounds need to be clarified.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
angiotensin converting enzyme polymorphism physical performance
Schlagwörter
(Deutsch)
Angiotensin konvertierendes Enzym Polymorphismus körperliche Leistungsfähigkeit
Autor*innen
Katharina Korpitsch
Haupttitel (Deutsch)
Einfluss des ACE Insertions-Deletionspolymorphismus auf ausgewählte Parameter der körperlichen Leistungsfähigkeit
Hauptuntertitel (Deutsch)
ein systematischer Review
Publikationsjahr
2010
Umfangsangabe
102 S. : graph. Darst.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Barbara Wessner
Klassifikationen
44 Medizin > 44.48 Medizinische Genetik ,
76 Sport > 76.29 Sport, Sportwissenschaft: Sonstiges
AC Nummer
AC08120415
Utheses ID
8909
Studienkennzahl
UA | 066 | 826 | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1