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Cernite robertum regem virtute refertum
die Barockausstattung von S. Chiara in Neapel als Medium zur Verherrlichung der mittelalterlichen Vergangenheit
Susanne Cerepak
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Historisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Betreuer*in
Michael Viktor Schwarz
DOI
10.25365/thesis.1170
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29839.18783.320669-8
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Die Barockisierung von S. Chiara in Neapel wurde 1742 unter der Leitung Domenico Antonio Vaccaros begonnen und war 1763 vollendet. Die Eingriffe führten zu einer radikalen Verwandlung des schlichten gotischen Innenraumes in ein prachtvolles und bald kritisiertes Ambiente. Während des zweiten Weltkriegs fiel dieses seiner vollständigen Zerstörung zum Opfer. Basierend auf vereinzelten Fotos und dem gut erforschten Quellenmaterial will die vorliegende Arbeit v.a. den Umgang des Settecento mit dem Erbe des Mittelalters beleuchten und zunächst folgende Fragen stellen: Warum wurde die Barocksierung so spät überhaupt noch in Auftrag gegeben? Führte die Komplettverhüllung des robertinischen Kircheninneren tatsächlich zu einem Bruch mit der eigenen Vergangenheit? Oder konnten sich in der neuen Ausstattung über den ästhetischen Anspruch hinaus auch bestimmte Traditions- und Institutionsvorstellungen manifestieren? Weil die Beantwortung dieser offenen Punkte nur durch eine epochenübergreifende Zusammenschau von gotischem und barocken Bestand möglich ist, werden zunächst die Eigenheiten der mittelalterlichen Kirche und die Vorraussetzungen für die Renovierung analysiert. Es folgt eine Untersuchung der ikonologischen und formalen Merkmale des Barockinterieurs. Der anschließende Vergleich mit dem Bedeutungsspektrum des Gründungsbaues zeigt auf, welch großen Respekt vor dem legendären Gründer alle ikonographischen Details der Dekoration und ihr ästhetisches Instrumentarium widerspiegeln. Dass das Streben nach Kontinuität, der Gedanke an König Robert und eine zeitgemäße Religiosität den medialen Gehalt des neuen Programms entscheidend geprägt haben, führt zuletzt zur Betrachtung der Lebenswelt der Klarissen und zur Frage nach dem Spiritus rector der gesamten Inszenierung. Ziel ist, das barocke Interludium S. Chiaras anhand der ausgewählten Aspekte zu rehabilitieren und neu zu bewerten.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Neapel Santa Chiara Barockisierung Robert von Anjou Domenico Vaccaro
Autor*innen
Susanne Cerepak
Haupttitel (Deutsch)
Cernite robertum regem virtute refertum
Hauptuntertitel (Deutsch)
die Barockausstattung von S. Chiara in Neapel als Medium zur Verherrlichung der mittelalterlichen Vergangenheit
Publikationsjahr
2008
Umfangsangabe
113 S. : Ill., Kt.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Michael Viktor Schwarz
Klassifikation
20 Kunstwissenschaften > 20.30 Kunstgeschichte: Allgemeines
AC Nummer
AC07038398
Utheses ID
896
Studienkennzahl
UA | 315 | | |
