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Repräsentationen regionaler Nahrungsmittel und Gerichte
eine ethnographische Untersuchung am Beispiel der Region "Mühlviertler Alm"
Sonja Pilz
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Historisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Betreuer*in
Konrad Köstlin
DOI
10.25365/thesis.9985
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29547.48393.515070-8
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Die Diplomarbeit behandelt die Präsentation und Darstellung regionaler Nahrungsmittel und Gerichte in der Region Mühlviertler Alm. Es wird versucht, Zuschreibungen und Appelle, anhand von Beschreibungen und Bilder regionaler Produkte, herauszuarbeiten. Die Analyse dieser Beschreibungen und Bilder von Regionalität findet ihren Schwerpunkt in der Darstellung von Gerichten und Produkten, die vormals als einfach und selbstverständlich galten, sich aber im Zuge der Aufwertung der Region in einer Positionierung zum Besonderen wiederfinden. Darin spiegelt sich auch eine gezielte Unterscheidungs- und Abgrenzungspolitik im regionalen Kontext wider. Der kulturwissenschaftliche Diskurs lässt dabei erkennen, dass Regionalität als Begleiterscheinung im Prozess der Globalisierung zu sehen ist und sich beide aufeinander beziehen. In der Untersuchung wird allerdings ersichtlich, dass in der Praxis die Regionalität von Produkten höher gewertet wird und sich diese dadurch in der Position eines Gegenspielers zur Globalität wiederfindet. Vor allem in der Lebensmittel- und Werbeindustrie, sowie in Aussagen seitens Politik und Tourismus wird Regionalität als Zeichen von Qualität dargestellt. In der Region Mühlviertler Alm werden Herkunftsgarantien regionaler Produkte und Gerichte durch die Darstellung von Natürlichkeit und Einfachheit untermalt. Landschaftsbilder spielen neben Ausdrücklichkeiten, die in den betonten „traditionellen“ Zubereitungsweisen und in den Geschichten erkennbar sind, eine große Rolle. Betonungen auf Tradition, Gemütlichkeit und dem Wissen um den Herkunftsort der Produkte zeugen von einem Netz, welches den KonsumentInnen ein Gefühl der Sicherheit aufgrund der Überschaubarkeit der Region bietet. Der Konsum regionaler Produkte wird vor allem von politischer Seite forciert. In dementsprechenden Botschaften finden sich Appelle für ein Verantwortungsbewusstsein gegenüber dem ländlichen Raum ebenso wieder, wie die Aufforderung einen Beitrag zum Klimaschutz, im Sinne der Nachhaltigkeit und durch kurze Transportwege, zu leisten. Der regionale Bezug und die gespürte Nähe, die auch in der Sichtbarkeit von Produktionsorten liegt, lassen ein Vertrauen zu den regionalen Produkten und dadurch eine Art Qualitäts- und Sicherheitsversprechen entstehen.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Regionalität Nahrung Region Tourismus
Autor*innen
Sonja Pilz
Haupttitel (Deutsch)
Repräsentationen regionaler Nahrungsmittel und Gerichte
Hauptuntertitel (Deutsch)
eine ethnographische Untersuchung am Beispiel der Region "Mühlviertler Alm"
Publikationsjahr
2010
Umfangsangabe
106 S. : Ill., Kt.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Konrad Köstlin
Klassifikationen
73 Ethnologie > 73.83 Regionale Volkskunde ,
73 Ethnologie > 73.88 Ernährung, Nahrungsmittelzubereitung
AC Nummer
AC08142750
Utheses ID
9010
Studienkennzahl
UA | 308 | | |
