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Einfluss warenbegleitender Ernährungsinformation auf das Verbraucherverhalten
Romana Inger
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Lebenswissenschaften
Betreuer*in
Jürgen König
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.10061
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29177.40800.335954-4
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
In Zeiten von Übergewicht und den damit einhergehenden Folgeerkrankungen sollen Nährwertkennzeichnungen (FOP-Label) den Verbrauchern eine Hilfestellung bei der Orientierung im Überangebot bieten. EU-weit existieren mehrere Kennzeichnungsformate, die jedoch auf unterschiedlichen Nährwertkriterien und Bezugsgrößen basieren. Die Ampelkennzeichnung der FSA beurteilt Lebensmittel gemäß den Ampelfarben, wohingegen die von der CIAA entwickelten GDA’s die Nährwertinformation als Prozentsatz der täglich empfohlenen Zufuhr angeben. Während das Ziel der Nährwertkennzeichnung darin liegt, dem Verbraucher bei Produktvergleichen die gesünderen Alternativen aufzuzeigen, werden nährwert- und gesundheitsbezogene Angaben (Health Claims) im Rahmen der Werbung v.a. im Zusammenhang mit funktionellen Lebensmitteln eingesetzt. Health Claims unterliegen der Verordnung über nährwert- und gesundheitsbezogene Angaben, welche die Erstellung spezifischer Nährwertprofile vorsieht, die Lebensmittel erfüllen müssen, um mit entsprechenden Angaben beworben werden zu dürfen. Es wurden unterschiedliche Bewertungssysteme (z.B. von der FSA und FDA) entwickelt, wobei über Details wie Referenzgröße und Beurteilungskriterien (Punktesystem oder Grenzwerte) noch Uneinigkeit herrscht. Die Fragestellung, in wieweit FOP-Labels und Health Claims das Verbraucher- und Ernährungsverhalten beeinflussen, ist Gegenstand verschiedener Studien, die zeigen, dass die Nutzung und sinngemäße Interpretation der Informationen einerseits von internen Faktoren, wie demografischen Einflussgrößen, vorhandenem Wissen, Interesse, Einstellung und gesundheitlichen Aspekten beeinflusst wird. Andererseits wirken auch externe Faktoren, wie die durch Informationsüberlastung geprägte Einkaufssituation, Art des Produktes sowie Format und Glaubwürdigkeit der FOP-Labels bzw. Health Claims auf den Verbraucher ein. Die Vielzahl an beeinflussenden Faktoren und Interaktionen unterstreicht sowohl die Notwendigkeit einer einheitlichen und optimierten Nährwertkennzeichnung als auch einer klaren Regelung über die Anwendung von Health Claims auf Basis geeigneter Nährwertprofile, um eine zusätzliche Verunsicherung seitens der Verbraucher zu verhindern.
Abstract
(Englisch)
In times of obesity that comes along with various complications FOP-labelling should encourage consumers to make a healthier choice at the point of sale. There are several labelling-systems used throughout the European Union that are based on different nutritional criteria and reference values. The traffic light developed by the FSA colours food according to its impact on a well-balanced diet. Other examples are the Swedish Keyhole-Symbol and the Dutch Choices Programme. While the objective of FOP-labelling is helping consumers to make a healthy choice, Health Claims are used for advertising to point out additional benefits of especially functional foods. Those declarations are underlying the Regulation 1924/2006 on Nutrition and Health Claims which foresees to establish specific nutrient profiles that foods have to meet when bearing Nutrition and Health Claims. Different systems for setting of nutrient profiles have been developed for example by the FSA and the FDA, but there is still no consent about a few details such as the reference value and classification scheme (whether based on thresholds or scoring-system). The question how far FOP-labels and Health Claims do influence consumers behaviour and food patterns is subject of different trials. Studies confirm, that the use as well as the proper interpretation of the provided information are influenced by internal factors such as demographic background, knowledge, interest, attitude and state of health but also by external factors like the information overload on the point of sale, the kind of product as well as the format and credibility of FOP-labels or Health Claims. Those numerous factors and interactions point out the importance of a uniform and optimized FOP-labelling as well as an explicit regulation about the use of Health Claims based on appropriate nutrient profiles to avoid additional consumer uncertainty.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
FOP-labelling Health Claims nutrient profiling consumer behaviour
Schlagwörter
(Deutsch)
Nährwertkennzeichnung Health Claims Nährwertprofile Verbraucherverhalten
Autor*innen
Romana Inger
Haupttitel (Deutsch)
Einfluss warenbegleitender Ernährungsinformation auf das Verbraucherverhalten
Paralleltitel (Englisch)
Influence of food accompanying nutrition information on the consumer behaviour
Publikationsjahr
2010
Umfangsangabe
VII, 93 S. : graf. Darst.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Jürgen König
Klassifikation
30 Naturwissenschaften allgemein > 30.30 Naturwissenschaften in Beziehung zu anderen Fachgebieten
AC Nummer
AC08171108
Utheses ID
9084
Studienkennzahl
UA | 474 | | |
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