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gedenk.anstöße
Ausdrucksformen und Strategien lokaler Erinnerungsinitiativen ; Kommunikationsprozesse im Kontext österreichischer Erinnerungskultur
Ulrike Fleschhut
Art der Arbeit
Magisterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Sozialwissenschaften
Betreuer*in
Friedrich Hausjell
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.10071
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-30003.08087.667663-3
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Das Gedenken an die Zeit des Nationalsozialismus gilt heute als wichtiger Bestandteil der politischen Kultur Österreichs. So gehörten im vergangenem Jahr, als sich der "Anschluss" Österreichs an das Deutsche Reich und das Novemberpogrom zum 70. Mal jährten, entsprechende öffentliche und ritualisierte Staatsakte wie feierliche Kranzniederlegungen und Sondersitzungen des Parlaments zu den Erinnerungspraktiken des „offiziellen" Gedenkens. Bei eingehender Betrachtung der Erinnerungslandschaft Österreichs wird deutlich, dass die Erinnerung an die Zeit des Nationalsozialismus und damit die Errichtung von Denkmälern, Gedenktafeln und anderen Erinnerungszeichen neben anderen AkteurInnen vielfach auf private Initiativen zurück zu führen ist. Dies demonstriert, dass die Erinnerung an die Zeit des Nationalsozialismus und an bestimmte Opfergruppen für Teile der Gesellschaft ein wichtiges Bedürfnis ist. Menschen unterschiedlichsten Alters, Herkunft und Hintergrund vernetzen sich ehrenamtlich in Initiativen und Vereinen um in vielfältiger Form Gedenkarbeit zu leisten und Vergangenheit „von unten“ aufzuarbeiten. „An der Fassade kratzen“, den „Opfern einen Namen geben“ oder „Strukturen im Kleinen sichtbar“ zu machen, sind mögliche Intentionen von Erinnerungsprojekten mit Namen wie „Servitengasse 1938“, „Herklotzgasse 21“, „Verlorene Nachbarschaft“. Die Erinnerungsinitiativen versuchen für Themen Öffentlichkeit zu schaffen, die zuvor meist für lange Zeit in den Schatten gedrängt wurden. Mit ihrem Engagement wird ein Teil der Geschichte(n) sichtbar. Durch ihre Erinnerungsarbeit sehen sich die verschiedenen Initiativen aber auch mit dem Kampf um die Aufmerksamkeit und um Subventionen konfrontiert und sie müssen ihr Handeln auch legitimieren. Diese Forschungsarbeit erhebt nicht den Anspruch, eine detaillierte Topographie der Erinnerungslandschaft Österreichs in ihrer Gesamtheit zu zeichnen. Vielmehr rücken einzelne konkrete Initiativen aus Wien und den Bundesländern in den Vordergrund. Was bedeutet die kulturelle Erinnerungsarbeit dieser Gedenkprojekte und wie kann sie in einem spezifisch österreichischen Erinnerungskontext thematisiert werden? Dabei sollen Interviews Aufschluss über die Intention, die Formen der Vermittlung und den Kommunikationsprozess, bzw. die Strategien zur Herstellung von Öffentlichkeit bieten: Welche orts- und situationsgerechten Erinnerungsformen werden gefunden, wie verläuft der Kommunikation nach außen, wie wird die Öffentlichkeit für das Thema sensibilisiert und nehmen sich die etablierten lokalen und nationalen Medien des Themas an? Kurz gefasst: wie verläuft der Kommunikationsprozess? Nach einer ausführlichen Literaturstudie zu Erinnerungstheorien und einem Überblick über die Erinnerungskultur der Zweiten Republik befasst sich der empirische Teil mit der Analyse der ExpertInnengespräche mit den InitiatorInnen. Ulrike Fleschhut Wien, im März 2010

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Öffentlichkeit Erinnerung Vermittlung Gedächtnis Strategien Erinnerungskultur Kommunikationsprozess lokal Denkmal Erinnerungspolitik Geschichte Nationalsozialismus Österreich
Autor*innen
Ulrike Fleschhut
Haupttitel (Deutsch)
gedenk.anstöße
Hauptuntertitel (Deutsch)
Ausdrucksformen und Strategien lokaler Erinnerungsinitiativen ; Kommunikationsprozesse im Kontext österreichischer Erinnerungskultur
Paralleltitel (Englisch)
gedenk.anstöße ; strategies and expressive means in local cititzens' memorial initiatives ; communication processes in the context of Austrian memorial culture
Publikationsjahr
2010
Umfangsangabe
216 S.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Friedrich Hausjell
Klassifikation
05 Kommunikationswissenschaft > 05.00 Kommunikationswissenschaft: Allgemeines
AC Nummer
AC08233459
Utheses ID
9094
Studienkennzahl
UA | 066 | 841 | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1