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Motive des Unheimlichen bei E.T.A. Hoffmann und Edgar Allan Poe anhand ausgewählten Erzählungen
Elisabeth Gutenbrunner
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Betreuer*in
Norbert Bachleitner
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.10233
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-30442.94355.210453-3
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Wie man anhand der vorliegenden Arbeit unschwer erkennen kann, besteht bei der Zeichnung der verschiedenen Motive des Unheimlichen eine ganze Reihe von Parallelen zwischen den Werken E.T.A Hoffmanns und Edgar Allan Poes. Beide Autoren haben sich in ihren Leben mit ähnlichen, prägenden Erlebnissen auseinandersetzen müssen und sind der einen oder anderen Art von Suchtmitteln ‚verfallen’. Diese in ihrem Ablauf ähnlich anmutenden Biografien haben sich nachhaltig in ihren Werken niedergeschlagen. Bei der genaueren Analyse der bearbeiteten Werke ist unschwer zu erkennen, dass E.T.A. Hoffmann sowie Edgar Allan Poe verschiedene Motive des Unheimlichen anwenden. Die einzeln analysierten Motive in den literarischen Werken der beiden Autoren ergänzen sich gegenseitig. Aus einer Melange der unterschiedlichen Motive des Unheimlichen vermitteln diese, in ihrer Gesamtheit betrachtet, ein Gefühl der Unheimlichkeit. Da die untersuchten Motive in realistisch anmutenden Umfeldern situiert sind, wirkt diese scheinbare Realität auf die Lesenden besonders bedrohlich. So wie die Autoren beispielsweise das Motiv des Wahnsinns zeichnen, erscheint der lesenden Person die Möglichkeit, dass derartige Vorfälle tatsächlich der Wahrheit entsprechen könnten, besonders plausibel. Diese Plausibilität wird ergänzt durch eine gewisse Zeitlosigkeit in der Art und Weise, wie die Autoren ihre Charaktere, die Handlung und die Schauplätze zeichnen, womit sich auch in der heutigen Zeit die große Faszination am literarischen Schaffen Hoffmanns und Poes erklären lässt. Vor allem Edgar Allan Poes sprachliche Fähigkeiten, seine treffende Wortwahl, der hervorragende Spannungsaufbau und die eben angesprochene Zeitlosigkeit seiner Werke tragen dazu bei, dass Poe noch heute als einer der wichtigsten amerikanischen Schriftsteller gilt. Poe versteht es, seelisches Leid, insbesondere die unerfüllte Sehnsucht besonders markant und treffend darzustellen. Hoffmanns literarische Arbeiten wiederum zeichnen sich besonders durch makabre Sprache, wohl gefeilte, intelligente Strukturen und geschickt platzierten Sarkasmus aus. Dennoch versteht es Hoffmann, seine Geschichten inhaltlich schlüssig darzustellen. Auch wenn Hoffmann heutzutage weniger Bekanntheit genießt als Edgar Allan Poe, so steht er diesem, meiner Ansicht nach, in der Bearbeitung unheimlicher Motive und deren Wirkung auf RezipientInnen in nichts nach. Hoffmann wie Poe sind trotz unterschiedlicher kultureller Herkunft einflussreiche und bedeutsame Größen der Literatur im Allgemeinen und der Schauerliteratur im Besonderen. Beider Autoren Werke begeisterten und fesselten nicht nur ganze Generationen von Lesenden, sondern waren auch Inspiration und Einfluss bedeutsamer Künstlerinnen und Künstler anderer Schaffensdisziplinen und späterer literarischer Epochen. All dies legitimiert die intensive Beschäftigung mit den Werken von E.T.A. Hoffmann und Edgar Allan Poe sowie die Auseinandersetzung mit dem nach wie vor fesselnden Motiv des Unheimlichen.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Aufklärung Romantik Hoffmann Poe Freud Unheimliche Wahnsinn
Autor*innen
Elisabeth Gutenbrunner
Haupttitel (Deutsch)
Motive des Unheimlichen bei E.T.A. Hoffmann und Edgar Allan Poe anhand ausgewählten Erzählungen
Publikationsjahr
2010
Umfangsangabe
115 S.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Norbert Bachleitner
Klassifikation
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.92 Vergleichende Literaturwissenschaft: Allgemeines
AC Nummer
AC08159176
Utheses ID
9242
Studienkennzahl
UA | 393 | | |
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