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Einfluss von Nachfragen auf das Verfälschen im Einstellungsinterview
Annemarie Hübner
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Psychologie
Betreuer*in
Carmen Hagemeister
DOI
10.25365/thesis.10263
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29227.42955.358870-9
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Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Diese Arbeit sollte (a) Arten und Ausmaß von Faking in strukturierten Einstellungsinterviews mit verhaltensbezogenen Fragen untersuchen, und (b) den Einfluss von Nachfragen auf verfälschende Verhaltensweisen erfassen. Dafür wurden mit 60 Studenten der Natur- und Geisteswissenschaften fiktive Einstellungsinterviews mit zwei verschiedenen Bedingungen geführt – mit Nachfragen vs. ohne Nachfragen. Danach wurde ihnen ein Fragebogen (Interview Faking Behavior Scale, Levashina & Campion, 2007; deutsche Übersetzung durch Venz, 2009) zur Bearbeitung gegeben, der verfälschendes Verhalten auf vier Skalen erfassen sollte. Die Auswertung der Daten ergab bezüglich der ersten Fragestellung, dass 95% der Teilnehmer zumindest einmal im Laufe des Interviews eine Antwort verfälscht hatten, dabei wurden vor allem positive Eigenschaften herausgestrichen (Slight Image Creation) und das Bild, das sie von sich vermitteln wollten, verteidigt (Image Protection). Direkt gelogen (Extensive Image Creation) und eingeschmeichelt (Ingratiation) wurde seltener. Die Ergebnisse zur zweiten Fragestellung waren zwar nicht signifikant, sie zeigten jedoch die Tendenz, dass Nachfragen einen hemmenden Effekt auf das Verfälschen hatten, da in der Versuchsbedingung mit Vorgabe von Nachfragen weniger verfälscht wurde als in derjenigen ohne Nachfragen.
Abstract
(Englisch)
The purpose of this investigation was twofold: it explored (a) the types of faking and their extent during structured employment interviews with behaviour-oriented questions and (b) the influence follow-up questions have on faking. Therefore 60 mock employment interviews with two conditions – follow-up questions vs. no follow-up questions – were conducted with students of natural sciences and humanities. They also completed the Interview Faking Behavior scale (IFB, Levashina & Campion, 2007; German translation by Venz, 2009) with the scales Slight Image Creation, Extensive Image Creation, Image Protection and Ingratiation. It was found that 95% of the job candidates faked during the mock employment interviews. More persons engaged in faking behaviours that try to make an image of a candidate that fits the offered job and those that defend the image candidate want to convey of themselves. Lying openly and endearing oneself to the interviewer is shown more scarcely. Although the differences in means of the two conditions were not significant, there was a tendency that follow-up questions inhibit faking behaviours since in the condition with follow-up questions there were less Slight and Extensive Image Creation and Ingratiation to be found than in the other condition.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Englisch)
selection interview impression management faking follow-up questions
Schlagwörter
(Deutsch)
Einstellungsinterview Impression Management Selbstdarstellung Verfälschen Nachfragen
Autor*innen
Annemarie Hübner
Haupttitel (Deutsch)
Einfluss von Nachfragen auf das Verfälschen im Einstellungsinterview
Publikationsjahr
2010
Umfangsangabe
94 S.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Carmen Hagemeister
Klassifikationen
77 Psychologie > 77.08 Psychologische Diagnostik ,
85 Betriebswirtschaft > 85.62 Personalwesen
AC Nummer
AC08160838
Utheses ID
9269
Studienkennzahl
UA | 298 | | |
