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Die Nicht-Ich Konzeption im frühen Buddhismus
Reflexionen in philosophischer Anthropologie
Rene Seiger
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Philosophie und Bildungswissenschaft
Betreuer*in
Hisaki Hashi
Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29790.18908.730553-2
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Im Mittelpunkt dieser Abhandlung steht der Terminus anatta, der mit Nicht-Ich, Nicht-Selbst, Nicht-Seele übersetzt werden kann. Dieser Begriff zeichnet sich dadurch aus, dass er eines der wichtigsten Prinzipien des frühen Buddhismus darstellt. Nirgendwo sonst lässt sich diese Lehre finden, sie nimmt in der gesamten Philosophiegeschichte einen einzigartigen Platz ein. Sie postuliert, dass es weder innerhalb noch außerhalb der körperlichen und geistigen Daseinserscheinungen irgendetwas gibt, das im höchsten Sinne als eine für sich bestehende unabhängige Ich-Wesenheit oder Persönlichkeit bezeichnet werden könnte. Genauso wie die Dinge außerhalb des Menschen anatta – frei von einem Selbst – sind, genauso wenig gibt es im Menschen irgendetwas, das als sein Selbst, als sein Ich bezeichnet werden könnte. Der Mensch wird nicht bloß als Dualität von Geist und Körper gedacht, sondern setzt sich aus den so genannten khandhas zusammen. Diese Daseinsgruppen, von denen es fünf gibt (Körper, Gefühl, Wahrnehmung, Geist, Bewusstsein), entsprechen der empirischen Person. Alles was wir an uns wahrnehmen und was wir sind, ist diesen khandhas zuzurechnen. Dem Buddhismus liegt es jedoch nicht in erster Linie daran, zu beweisen, dass es gar kein Ich gibt – denn das lässt sich schlichtweg nicht beweisen – sondern möchte er den Menschen aufzeigen, dass jegliches Festhalten an einem Ich oder an einem Mein zu Leiden führt. Diese Diplomarbeit möchte ein Bewusstsein dafür schaffen, dass mit dem Verständnis der anatta-Lehre die egoistische Sichtweise, der wir in den meisten Augenblicken unseres Lebens verhaftet sind, aufgegeben werden soll.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
Anatta Anatman Not-Self Nibbana Anthropology Rebirth Philosophy Buddhism Paticca Samuppada
Schlagwörter
(Deutsch)
Anatta Anatman Nicht-Selbst Nicht-Ich Nicht-Seele Wiedergeburt Paticca Samuppada Buddhismus Philosophie Nibbana
Autor*innen
Rene Seiger
Haupttitel (Deutsch)
Die Nicht-Ich Konzeption im frühen Buddhismus
Hauptuntertitel (Deutsch)
Reflexionen in philosophischer Anthropologie
Publikationsjahr
2010
Umfangsangabe
101 S.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Hisaki Hashi
Klassifikationen
08 Philosophie > 08.10 Nichtwestliche Philosophie: Allgemeines ,
08 Philosophie > 08.36 Philosophische Anthropologie ,
08 Philosophie > 08.37 Religionsphilosophie
AC Nummer
AC08150841
Utheses ID
9310
Studienkennzahl
UA | 296 | | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1