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Nicht-kultische Triptycha
ein Phänomen der frühen Neuzeit in den Niederlanden
Miriam Pawlik
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Historisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Betreuer*in
Artur Rosenauer
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.1216
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-30071.27260.543969-6
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Diese wissenschaftliche Arbeit beschäftigt sich mit dem Aufkommen von Triptycha, die nicht als Altarbilder gedient haben. Es handelt sich um Werke, die die Form eines Flügelaltars besitzen, ihr Bildinhalt weist jedoch aus, dass sie nicht für die Liturgie, die Andacht oder die Religionsausübung im Sinne einer Kulthandlung gestaltet wurden. Acht Triptycha werden im Rahmen der Arbeit untersucht, sie sind zwischen 1500 und 1545 entstanden. Diese bilden ein Phänomen der niederländischen Malerei der frühen Neuzeit, das von der kunstgeschichtlichen Forschung bisher wenig beachtet worden ist. Zielsetzung der Arbeit ist es, die sogenannten „nicht-kultischen Triptycha“ in diesem Zusammenhang zu untersuchen, um dadurch die Basis für eine weitere Forschungsarbeit zu ermöglichen. Ausgehend von einigen Werken des Meisters Hieronymus Bosch ist die Frage von der Forschung gestellt worden, ob es sich um Altarbilder handeln kann. Ausschlaggebend für diese Überlegung ist der Bildinhalt. Der sogenannte „Garten der Lüste“ ist in dieser Hinsicht das umstrittenste Werk. Bis heute herrscht kein allgemeiner Konsens über den Bildinhalt und die Funktion. Seine Ikonographie ist einzigartig. Die Mehrheit der Autoren, die sich mit dem Bild befassten, geht davon aus, dass dieses Triptychon nicht sakral gebraucht worden ist. Jedoch ist immer wieder, auch in der jüngeren Forschung postuliert worden, dass dieses Werk selbstverständlich oder sozusagen selbst erklärend als Altarbild aufzufassen sei. Vertreter dieses Standpunkts stützen ihr Argument auf die Art des Bildträgers, der in der traditionellen Form eines Flügelaltars gestaltet ist. Es ist diesen unvorstellbar, dass ein Werk, das in diesem Medium geschaffen wurde, nicht für die Religionsausübung bestimmt gewesen sein soll. Die Untersuchung der „nicht-kultischen Triptycha“ macht deutlich, dass für diese Bilder eine Altarbild-Funktion auszuschließen ist. Die Bildinhalte und die Ikonographien werden im Hinblick auf ihren innovativen Wert und eine künstlerische Schaffensfreiheit betrachtet. In diesem Zusammenhang werden Spekulationen über eine mögliche Bestimmung dieser Werke angestellt. Der Katalog erschließt den kunstgeschichtlichen Forschungstand der „nicht-kultischenTriptycha“.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Niederländische Malerei Triptychon Frühe Neuzeit Pawlik Miriam Flügelaltar
Autor*innen
Miriam Pawlik
Haupttitel (Deutsch)
Nicht-kultische Triptycha
Hauptuntertitel (Deutsch)
ein Phänomen der frühen Neuzeit in den Niederlanden
Publikationsjahr
2008
Umfangsangabe
120 S. : Ill.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Artur Rosenauer
Klassifikation
20 Kunstwissenschaften > 20.30 Kunstgeschichte: Allgemeines
AC Nummer
AC07037613
Utheses ID
936
Studienkennzahl
UA | 315 | | |
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