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Schreiben über Stalinismus und Kommunismus
die autobiografischen Berichte von Margarete Buber-Neumann und Susanne Leonhard
Irene Bisanz
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Betreuer*in
Michael Rohrwasser
DOI
10.25365/thesis.1230
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-30483.36659.464661-6
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
In ihren autobiografischen Texten, die heute der RenegatInnenliteratur zugeordnet werden,
berichten Margarete Buber-Neumann („Als Gefangene bei Stalin und Hitler“ 1949, „Von
Potsdam nach Moskau“ 1957, „Freiheit, du bist wieder mein…“ 1978) und Susanne Leonhard
(„Gestohlenes Leben“ 1956) von ihrer Zuwendung und späteren Abwendung von der
kommunistischen Partei, von der Emigration in die Sowjetunion sowie der Gefangenschaft in
den Lagern unter Stalin und – in Buber-Neumanns Fall – unter Hitler. Die Textanalyse der
Zeuginnenberichte widmet sich zuerst der Frage, ob Autobiografien authentisch sein können
und wie Authentizität erzeugt wird. Im Zentrum der Untersuchung steht schließlich die Form
der literarischen Verarbeitung traumatischer Erfahrungen und der politisch heiklen
Vergangenheit. Der Zeitpunkt des Schreibens und die unterschiedlichen politischen
Ausgangspunkte der Autorinnen in Bezug auf den Kommunismus spielen dabei eine
entscheidende Rolle und wirken sich deutlich auf die Beschreibung des Wegs zum
Kommunismus und zur Partei, den Blick auf Stalin und die Sowjetunion sowie die
Wiedergabe der Erfahrungen in der Gefangenschaft aus. Ein Abriss über die Rezeption der
Texte vertieft die Frage nach deren politischen Dimension und veranschaulicht das Problem
des „Entweder – oder“ der kommunistischen beziehungsweise antikommunistischen
Ideologie, zwischen welcher sich die Texte bewegen.
Weiters sind in der Untersuchung der Texte genderspezifische Fragen relevant: die Position
einer dominierenden männlichen Figur im Text, das Frauenbild der Autorinnen, die
Darstellung des (weiblichen) Körpers in der Gefangenschaft sowie die Rolle von
Zwischenmenschlichkeit und Sexualität.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Margarete Buber-Neumann Susanne Leonhard RenegatInnen Stalinismus Kommunismus
Autor*innen
Irene Bisanz
Haupttitel (Deutsch)
Schreiben über Stalinismus und Kommunismus
Hauptuntertitel (Deutsch)
die autobiografischen Berichte von Margarete Buber-Neumann und Susanne Leonhard
Publikationsjahr
2008
Umfangsangabe
107 S.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Michael Rohrwasser
Klassifikation
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.99 Literaturwissenschaft: Sonstiges
AC Nummer
AC07040650
Utheses ID
947
Studienkennzahl
UA | 332 | | |
