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Die "Femme malade"
physisch und psychisch kranke Protonistinnen und ihre Partner in ausgwählten prosaepischen Werken des 20. Jahrhunderts
Heidi Siller
Art der Arbeit
Dissertation
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Betreuer*in
Ingrid Cella
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.10597
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29937.21587.734261-3
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Die vorliegende Dissertation ist eine typologische Arbeit, die sich mit dem literarischen Frauenbild der Femme malade beschäftigt. Nach einleitenden Worten widme ich mich in einem Theorieblock den Themen Gesundheit und Krankheit, Vorbeugung und Heilung: hierbei stehen Definitionen, unterschiedliche Denkansätze und neue medizinische Erkenntnisse im Mittelpunkt. Den Hauptteil meiner Arbeit bilden die Einzelanalysen von neun ausgewählten prosaepischen Werken des 20. Jahrhunderts. In diesen Werken steht eine weibliche kranke Protagonistin im Mittelpunkt der Handlung – und die Beziehung zu ihrem Partner. Anschließend beschäftige ich mich im Vergleichskapitel mit Parallelen und Unterschieden in den analysierten Werken und, entsprechend meiner Zielsetzung, mit dem Typus der Femme malade. Im Resümee fasse ich meine Erkenntnisse kurz zusammen und wage einen Ausblick auf zukünftige Entwicklungen. Das Frauenbild der Femme malade ist, im Gegensatz zu anderen literarischen Frauenbildern, bisher kaum untersucht worden. Meine Haupterkenntnisse über die Femme malade sind, dass es sich immer um Frauen handelt, die sich in einer schweren Lebenskrise befinden. Diese Krise schließt auch die Partnerbeziehung mit ein. Nicht alle Frauen leben in einer Partnerschaft, ein Mann spielt in ihrem Leben aber immer eine Rolle. Der Femme malade fällt der Umgang mit ihrer Krankheit meist schwer, trotzdem verharren die Frauen nicht in einer passiven und leidenden Rolle. Im Gegenteil: Oft fallen sie durch ihren starken Willen und einen manchmal übersteigernden Egoismus auf. Dennoch kann man die Femme malade nicht als starke Frau bezeichnen, denn es gelingt ihr nicht, sich zu motivieren, die Krankheit zu besiegen und ein neues Leben zu beginnen; in den meisten Fällen verübt die Femme malade mehr oder weniger Suizid – sie fliehen in den Tod. Auffällig ist, dass das Frauenbild der Femme malade im Laufe des Jahrhunderts keine großen Wandlungen durchläuft. Die psychische Komponente von Krankheiten wird zwar deutlicher herausgearbeitet, die Frauen selbst erweisen sich aber auch am Ende des 20. Jahrhunderts nicht als besonders emanzipiert; es fehlt ihnen Selbstbestimmung und Eigenständigkeit. Wahrscheinlich mit ein Grund, warum sie den Kampf gegen die Krankheit nur halbherzig führen und schließlich verlieren.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Frauen Frauenbild Malade Fatale Fragile Literatur 20. Jahrhundert
Autor*innen
Heidi Siller
Haupttitel (Deutsch)
Die "Femme malade"
Hauptuntertitel (Deutsch)
physisch und psychisch kranke Protonistinnen und ihre Partner in ausgwählten prosaepischen Werken des 20. Jahrhunderts
Publikationsjahr
2010
Umfangsangabe
216 S.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Ingrid Cella
Klassifikation
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.00 Sprach- und Literaturwissenschaft: Allgemeines
AC Nummer
AC08287486
Utheses ID
9569
Studienkennzahl
UA | 092 | 332 | |
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