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Burnout, berufsspezifische Aspekte und die Berücksichtigung der Autonomie der Klienten in der Betreuung von Menschen mit intellektueller Behinderung
Elsa Zink
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Psychologie
Betreuer*in
Germain Weber
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.10751
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29298.34064.120760-5
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Hintergrund und Ziel: Hauptziel der vorliegenden Untersuchung war es, den Zusammenhang des Belastungserlebens der Betreuungspersonen von Menschen mit intellektueller Behinderung (IB) mit verschiedenen, möglicherweise entscheidenden Faktoren zu untersuchen. Im Detail sollten die Ausprägungen von Burnout-Symptomen erhoben werden, außerdem verschiedene mitarbeiter-, klienten- und organisationsspezifische Berufsaspekte, die als belastend erlebt werden können. Weiters sollte die Berücksichtigung der Autonomie der Klienten als Merkmal der Betreuungsqualität untersucht werden. Zu diesem Zweck wurden Betreuungspersonen von Menschen mit IB der Bereiche Arbeit und Wohnen im Raum Wien und Niederösterreich befragt. Die Hautfragestellungen der Untersuchungen lauteten, ob sich die Ausprägungen der Burnout-Symptome aufgrund der berufsspezifischen Aspekte diskriminieren lassen und ob es einen Zusammenhang zwischen den Burnout-Symptomen und der Berücksichtigung der Autonomie der Klienten gibt. Methode: Insgesamt füllten 197 Personen den Fragebogen zur Erhebung der interessierenden Variablen aus. Dieser Fragebogen setzte sich aus folgenden Teilen zusammen: eigens erstellter Teil zur Erhebung der meisten berufsspezifischen Aspekte, 2 Skalen „Kollegen“ und „Vorgesetzte“ aus dem Betriebsklimafragebogen, Items zur Erfassung der Berücksichtigung der Autonomie der Klienten und Maslach Burnout Inventory (deutsche, revidierte Fassung). Ergebnisse: Die Ergebnisse zeigen, dass ein großer Teil der Varianz des Burnout-Symptoms „Emotionale Erschöpfung“ durch die Prädiktoren Balance zwischen Beruf und Privatleben, berufliche Belastung, Unterstützung durch Kollegen, Führung durch die Vorgesetzten, Definition der Aufgabenverteilung, Veränderung der Motivation und Gerechtigkeit der Aufgabenverteilung erklärt werden kann. Ein großer Teil der Varianz des Burnout-Symptoms „Geringe persönliche Erfüllung“ lässt sich durch das Jobalter, berufsspezifische Ausbildung und das Leisten wacher Nachtdienste erklären. Außerdem zeigen sich signifikanten Korrelationen zwischen den Burnout- Symptomen und der Umsetzbarkeit der Autonomie der Klienten. Schlussfolgerung und Diskussion: Es ist erkennbar, dass einige der einbezogenen Prädiktoren in entscheidendem Zusammenhang mit den Burnout-Symptomen stehen, allerdings existieren offensichtlich viele andere wichtige Aspekte, die nicht einbezogen wurden. Der aus der Literatur abgeleitete negativ gerichtete Zusammenhang zwischen den Burnout-Symptomen und der Umsetzbarkeit der Autonomie der Klienten konnte bestätigt werden. Allerdings ist zu beachten, dass die Stichprobegröße aufgrund der vielen einzubeziehenden Prädiktor-Variablen zu klein war um die Ergebnisse generalisieren zu können. Deshalb wäre es in zukünftigen Studien interessant, Zusammenhänge mit verschiedenen Prädiktoren mittels größeren Stichproben noch einmal zu überprüfen.
Abstract
(Englisch)
Background and purpose of the study: The main aim of this study was to investigate the connection between the strain of nursing staff in care facilities for clients with intellectual disabilities and some aspects in this work, which can possibly burden staff. In detail the study should investigate if nursing staff suffers from burnout and some potential predictors in nursing staff, clients and in the organization. Besides the consideration of clients autonomy should be examined. Therefore nursing staff in care facilities for clients with intellectual disabilities in lower Austria and Vienna was questioned. The main questions of this study were, if the different aspects in work could predict the developments from burnout and if burnout was connected with the consideration of clients’ autonomy. Methods: The data set was comprised of 197 completed cases. The questionnaire consisted of the following sections: Items developed specifically for this study which dealt with predictors that possibly burden nursing staff, two scales “colleagues” and “superiors” from the Betriebsklimafragebogen, questions that deal with the issue of clients’ autonomy, the Maslach Burnout Inventory in a new German version. Results: The results show, that work- private life- balance, strain in work, support of colleagues, leadership, definition of allocation of exercise, motivation and justness of allocation of exercise account for a big part of the variation in burnout- symptom emotional exhaustion. Number of years spent in the organisation, professional training, and work at night account for a big part of the variation in burnout- symptom low personal fulfilment. There is also a significant connection between the practicability of clients’ autonomy and both symptoms of burnout. Conclusion and discussion: Many of investigated aspects in work with people with intellectual disabilities have a significant connection to staff-burnout but obviously there are also many other important aspects, which weren’t investigated. The expected relationship between the practicability of clients’ autonomy and symptoms of burnout could be confirmed. The number of investigated nursing staff although is too little to investigate all medium or little effects. So it would be interesting to investigate bigger samples in further studies.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
burnout intellectual disability autonomy
Schlagwörter
(Deutsch)
Burnout Intellekutelle Behinderung Autonomie
Autor*innen
Elsa Zink
Haupttitel (Deutsch)
Burnout, berufsspezifische Aspekte und die Berücksichtigung der Autonomie der Klienten in der Betreuung von Menschen mit intellektueller Behinderung
Publikationsjahr
2010
Umfangsangabe
200 S.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Germain Weber
Klassifikationen
77 Psychologie > 77.04 Ausbildung, Beruf, Organisationen ,
77 Psychologie > 77.57 Erwachsenenpsychologie ,
77 Psychologie > 77.70 Klinische Psychologie
AC Nummer
AC08249200
Utheses ID
9705
Studienkennzahl
UA | 298 | | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1