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Die Osternachtfeier in der römischen Liturgie
geschichtliche Darstellung und theologische Bedeutung
Yohanes Hans Monteiro
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Katholisch-Theologische Fakultät
Betreuer*in
Hans-Jürgen Feulner
DOI
10.25365/thesis.10862
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29247.37522.347654-2
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Es steht fest, dass das Paschamysterium Christi „Mitte“ des Lebens aller Christus-gläubigen ist. Aus dieser „Mitte“ heraus wird besonders die Osternachtfeier in der römischen Liturgie zum Gegenstand dieser Arbeit gemacht. Zwei Aspekte, die in einem engen Zusammenhang stehen, sind hier zu betrachten: Ihre geschichtliche Entwicklung und theologische Bedeutung. Der Zielpunkt dieser Arbeit beruht auf der Fragestellung innerhalb der Liturgiewissenschaft: Welche theologischen Be-gründungen haben dazu geführt, dass das Paschamysterium und dessen bleibende „Mitte“ hervorgehoben wurden?
Diese Arbeit besteht im Wesentlichen aus vier Kapiteln. Sie beginnt mit der Suche nach der theologischen Bedeutung des „Pascha-Begriffes“. Die Grundlage dafür sind die gottesdienstlichen Überlieferungen. Tief in der Heilsgeschichte Gottes mit dem auserwählten Volk Israel verankert, ist die theologische Auffassung über den Willen Gottes, eine lebende und liebende Gemeinschaft mit den Menschen zu haben, grundlegend. Dies konkretisiert sich zeichenhaft in der bleibende „Einwohnung“ Gottes mitten unter den Israeliten. Das zeigt sich in der Bewegung Gottes von der himmlischen Welt zu den Menschen und in seinem Mitgehen mit diesem Volk. Aus dieser Sicht ist der theologische Kerngedanke über Gott als „Gott mit uns“ und „Gott für uns“ Menschen zu entnehmen.
Aufnehmend und Fortsetzend spricht die ntl. Tradition von Jesus, dem Juden, als dem menschgewordenen „Gott mit uns“ und „Gott für uns“. Die Radikalität der dynamischen Einwohnung Gottes im Christentum liegt auf der Hand. Ersichtlich ist aber auch: das gesamte Christusereignis vom Leben und Leiden-Tod, von der Auferstehung und Himmelfahrt, hat eine universale Heilsbedeutung. Sie gilt für die ganze Menschheit samt ihrer Welt in der Bewegung der Geschichte von Ges-tern, Heute und Morgen; von Leben, Tod und Auferstehung. Dies alles verdichtet sich im Paschamysterium Christi und wird besonders in der Feier der Osternacht zum Ausdruck gebracht.
Dabei ist der Aspekt der dynamischen Bewegung, angefangen bei Gott selbst als Schöpfer und Erlöser, von großer Bedeutung. Daraus ergeben sich die Dynamik des Übergangs des Menschen von der Finsternis zum Licht, vom Tod zum Leben und das Hinüberwechseln vom Fasten zur Freude des Herrenmahles und der Aga-pe.
Aus dem Überblick der geschichtlichen Entwicklung der Osternachtfeier bis in die heutige Zeit ist deutlich zu erkennen, wie die Feier in der römischen Liturgie sich von diesem theologischen Grundgedanken aus entwickelt hat. Fest steht: Das Pa-scha ist ein Fest der Bewegung, zugleich der Höhepunkt der Kirchenjahr-Feste. Die Osternachtfeier ist und bleibt die Urvigil aller Vigilien. Auf diese Weise ist sie für die Kirche der Quellort des Gottesdienstes in ihrer Pilgerschaft zur Vollen-dung bei Gott mit Christus.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Osternacht Feier römischen Liturgie
Autor*innen
Yohanes Hans Monteiro
Haupttitel (Deutsch)
Die Osternachtfeier in der römischen Liturgie
Hauptuntertitel (Deutsch)
geschichtliche Darstellung und theologische Bedeutung
Publikationsjahr
2010
Umfangsangabe
125 S.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Hans-Jürgen Feulner
Klassifikation
11 Theologie > 11.74 Liturgik
AC Nummer
AC08343177
Utheses ID
9788
Studienkennzahl
UA | 011 | | |
