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Mediendolmetschen aus Zuschauer- und Zuhörersicht am Beispiel der Amtsantrittsrede von Präsident Obama
Michaela Schwarnthorer
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Zentrum für Translationswissenschaft
Betreuer*in
Franz Pöchhacker
Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29519.36004.318263-5
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Die gegenständliche Masterarbeit beleuchtet das Thema Dolmetschen in den Medien mit besonderem Augenmerk auf Qualitätsanforderungen und Bewertungen dargebotener Dolmetschleistungen im Fernsehen und Radio. Kurz zufolge lassen sich MediendolmetscherInnen auf einen Drahtseilakt ohne Netz ein, zurückzuführen ist dies nicht selten auf herausfordernde Arbeitsbedingungen, zahlreiche Stör- und Stressfaktoren und den Druck, eine besonders herausragende Leistung erbringen zu müssen, da mit unter Millionen von ZuseherInnen bzw. ZuhörerInnen das Dolmetschprodukt als „gut“ oder „schlecht“ beurteilen. Die Messlatte liegt dabei besonders hoch, da die Dolmetschleistungen oft mit Hinblick auf nahezu perfekte, meist einstudierte und abgelesene Medienbeiträge bewertet werden. Auf die zentrale Frage, wodurch sich eine qualitativ hochwertige Dolmetschung auszeichnet scheint es dabei in der Literatur ebenso schwierig eine befriedigende Antwort zu finden, wie darauf, welche Kriterien als Maßstab gelten sollten und vor allem, wer diese festlegen und eine Leistung danach beurteilen sollte. Im Fernsehen und dem Radio sind es sicherlich die DolmetscherInnen selbst, ihre KollegInnen aber auch ihre AuftraggeberInnen, die hierfür ausschlaggebend sind. Nicht vergessen werden sollten in diesem Zusammenhang aber auch die zahlreichen ZuseherInnen und ZuhörerInnen, denn im Endeffekt sind vor allem sie diejenigen, die auf die Dolmetschung angewiesen sind und deren Erwartungen es folglich zu erfüllen gilt, denn ihr Urteil wirkt sich unter Umständen auf ihren Gesamteindruck auf den Beruf des Dolmetschens aus. Aus diesem Grund wurde im Rahmen der vorliegenden Arbeit ein Publikumsexperiment, basierend auf dem Zuseherexperiment von Ina Elsagir, durchgeführt, bei dem zum einen eine Versuchsgruppe aus „Laien“ ohne jeglichen translationswissenschaftlichen Hintergrund und zum anderen Dolmetschstudentinnen des Zentrums für Translationswissenschaften in fortgeschrittenem Stadium des Studiums gebeten wurden, einen Fragebogen zu wichtigen Kriterien einer Dolmetschung, zu Störfaktoren sowie zur Beurteilung zweier unterschiedlicher Ausschnitte von deutschsprachigen Dolmetschungen der Amtsantrittsrede von Präsident Obama auszufüllen, um festzustellen, ob und welche Unterschiede sich hinsichtlich der beiden Gruppen der Befragten bzw. der Bewertung der beiden Dolmetschleistungen feststellen lassen.
Abstract
(Englisch)
This MA thesis on media interpreting focuses on the quality requirements and assessment criteria of interpreter performance on television and the radio. According to Kurz, media interpreters walk a tightrope with no safety net. In many cases, the tightrope act stems from challenging working conditions, various irritants and stress factors as well as the fact that media interpreters face the pressure of having to excel, since TV and radio audiences, which–on occasions–may comprise millions of people, judge their performance to be “good” or “bad” by applying to their output the extremely demanding yardstick of media content that is, for the most part, thoroughly prepared and read off, making it nearly impeccable. With regard to the literature on interpreting, it seems equally difficult to satisfactorily establish what makes for high-quality interpreting, what criteria quality assessments should be based on and, most importantly, who should set the standards of evaluation and evaluate the performance of interpreters accordingly. When it comes to interpreting television and radio broadcasts, the interpreters themselves, their colleagues but also their clients are certainly of major importance in this respect. However, TV and radio audiences should not be excluded from the quality equation. As interpretation is, first and foremost, provided for their benefit, it should be geared to their needs. What is more, their perception of the performance of media interpreters may also have direct repercussions on how they see interpreting as a profession in general. In an effort to examine in greater detail if and how audiences differ in their perception of the performance of media interpreters, an experimental user survey was carried out as part of this MA thesis. Modelled on the study of Ina Elsagir, it involved two groups of subjects–“laypersons” with absolutely no background whatsoever in translation studies on the one hand and advanced student interpreters of the Vienna Centre for Translation Studies on the other hand–who were asked to complete a questionnaire on important features of interpretations, potential irritants and the quality of two excerpts from different interpretations of President Obama’s inaugural address into German.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
media interpreting quality and interpreting inaugural address Barack Obama user expectations and assessment experimental user survey laypersons students
Schlagwörter
(Deutsch)
Mediendolmetschen Qualität beim Dolmetschen Amtsantrittsrede Barack Obama Erwartungen und Beurteilungen bezüglich Dolmetschleistungen Publikumsexperiment Laiengruppe Dolmetschstudierendengruppe
Autor*innen
Michaela Schwarnthorer
Haupttitel (Deutsch)
Mediendolmetschen aus Zuschauer- und Zuhörersicht am Beispiel der Amtsantrittsrede von Präsident Obama
Publikationsjahr
2010
Umfangsangabe
125 S. : graph. Darst.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Franz Pöchhacker
Klassifikation
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.45 Übersetzungswissenschaft
AC Nummer
AC08363112
Utheses ID
9918
Studienkennzahl
UA | 065 | 342 | 345 |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1