Detailansicht

Geschlechtstypische Unterschiede in den Ernährungsgewohnheiten von Jugendlichen mit Migrationshintergrund in Wien
Nurten Müller
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Lebenswissenschaften
Betreuer*in
Sylvia Kirchengast
Volltext in Browser öffnen
Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.11053
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-30321.82811.408769-9
Link zu u:search
(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
In Rahmen der vorliegenden Studie wurden geschlechtstypischen Unterschiede in der Ernährung von Jugendlichen mit Migrationshintergrund, besonders Jugendlichen mit türkischer Herkunft in Wien untersucht. Es wurden ernährungsspezifische, gesundheitsspezifische und demographische Daten von 164 Jugendlichen (davon 82 Mädchen, und 82 Jungen) im Alter von 10 bis 25 Jahren, mit Hilfe eines Fragebogens erfasst und statisch ausgewertet. Als Jugendliche mit Migrationshintergrund wurden hier die Jugendliche definiert, die entweder selbst oder von denen mindestens ein Elternteil nicht in Österreich geboren ist oder die keine österreichische Staatsbürgerschaft besitzen. Die Umfrage wurde von Mai bis August 2010 in allen Wiener Gemeindebezirken durchgeführt. Da der Anteil an MigrantInnen im 10., 11. und 20.Bezirk besonders hoch ist, wurde die Datenerhebung primär in diesen Gemeindebezirken durchgeführt. Die Auswertung der Daten ergab, dass unabhängig von der ethnischen Zugehörigkeit männliche Jugendliche ein eher schlechteres Ernährungsverhalten haben als weibliche Jugendliche. Z.B. Mädchen essen mehr Obst und Gemüse, entgegen konsumieren Jungen mehr Fleisch, Süßigkeiten, Limonaden jedoch wenig Obst und Gemüse. In einigen Aspekten wiesen jedoch Jungen ein besseres Ernährungsverhalten als Mädchen auf: z.B. beim Konsum von Fischen und was ein regelmäßiges Frühstück betrifft. Auch hinsichtlich des Freizeitverhaltens und des allgemeinen Gesundheitsbewusstseins konnten geschlechtstypische Unterschiede dokumentiert werden. (Jungen treiben mehr Sport und spielen mehr Fußball. Mädchen treiben weniger Sport.) Generell zeigten sich migrationsbezogene Besonderheiten im Ernährungsverhalten, diese sind jedoch nicht ausschließlich, durch Unterschiede im Sozialstatus zu erklären. Es konnte jedoch auch gezeigte werden, dass der verbesserte Lebensstandard in einem Industrieland zu einer Ernährungsumstellung führen kann. Z.B. gesteigerter Konsum von Süßigkeiten, Limonade, Früchtesäfte oder Cola anstelle des traditionalen türkischen Getränks „Ayran“ usw.
Abstract
(Englisch)
The frame of this study was to analyze gender typical differences in the food of youngsters with a background migration. Particularly youngsters with Turkish origin in Vienna were examined. Data of 164 youngsters (82 female and 82 male, between 10 and 25 years) were collected by using a questionnaire. The data were evaluated towards food, health and demographic specific parameters by using descriptive and multivariate statistics. Youngsters with migration background were defined as youngsters, who either where not born in Austria or have at least one parent, who was not born in Austria or has no Austrian citizenship. The survey was carried out from May to August, 2010 in all Viennese municipal districts. Because in the 20th district, in the 10th district and in the 11th district several youngsters with migration background live, the survey was carried out particularly in these districts. Regardless of the ethnic affiliation male youngsters have a rather worse food and health related behavior than their female counterparts. Gender typical differences were found in nutritional habits as well as in leisure time behavior. Sex-specific differences can be seen in habits of food intake and recreational activities. Such as girls eat more fruit and vegetables, whereas boys consume more meat, sweets, lemonades, but little fruit and vegetables. Nevertheless, in some aspects boys have better food behavior than girls. Such as fish consumption and regular breakfast. Gender typical differences could be also ascertained regarding the exercised sports outside. (Boys do more sports and play more soccer. Girls do less sport.) Migration-related specific features appear in the food behavior. The differences in the food behavior however can only partly be explained by differences in the social status. Moreover, this present study shows that the improved standard of living in an industrial country can lead to new habits of food consumption, such as the consumption of more sweets, lemonade, fruit juices and coke, instead of traditional Turkish drinks such as "Ayran" etc.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
nutrition health related behaviour adolescents with a backround of migration in Vienna
Schlagwörter
(Deutsch)
Ernährung Gesundheitsbewusstsein Jugendliche mit Migrationshintergrund in Wien
Autor*innen
Nurten Müller
Haupttitel (Deutsch)
Geschlechtstypische Unterschiede in den Ernährungsgewohnheiten von Jugendlichen mit Migrationshintergrund in Wien
Paralleltitel (Englisch)
Gender typical differences in nutritional habits among adolescents with a background of migration in Vienna
Publikationsjahr
2010
Umfangsangabe
92 S.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Sylvia Kirchengast
Klassifikation
30 Naturwissenschaften allgemein > 30.99 Naturwissenschaften allgemein: Sonstiges
AC Nummer
AC08378864
Utheses ID
9967
Studienkennzahl
UA | 066 | 827 | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1